Apple präsentiert neues MacBook Air, launcht App-Store für Macs

21. Oktober 2010 | by Alex Reiger

Apple hat neue Notebooks der MacBook-Air-Reihe vorgestellt und einen ersten Einblick in die Weiterentwicklung seines Mac-Betriebssystems gegeben. Auch das Multimedia-Softwarepaket iLife gibt es in einer neuen Version.

Das überarbeitete MacBook Air wird künftig mit den Display-Größen 11,6 und 13,3 Zoll angeboten. Beide Notebooks werden nach Angaben des Unternehmens komplett ohne herkömmliche Festplatten mit rotierenden Magnetscheiben ausgeliefert. Stattdessen werden die Daten auf Speicherchips geschrieben, die kleiner, schneller und robuster, bislang aber auch teurer sind als klassische Festplatten.

Die Speicherchips in Form einer Solid State Disk (SSD) fassen beim neuen MacBook Air wahlweise 64, 128 oder 256 Gigabyte (GB). Das erste MacBook Air, eingeführt im Jahr 2008, hatte als Standard eine 80-GB-Festplatte, optional war auch eine SSD mit 64 GB erhältlich. Weil Apple beim MacBook Air auch auf ein optisches Laufwerk verzichtet, ist das Aluminium-Gehäuse besonders dünn gebaut: zwischen 0,3 und 1,7 Zentimeter.

Die Rechenleistung liefert ein Doppelkernprozessor (Intel Core 2 Duo) mit 1,4 oder 1,86 Gigahertz in der Standardausführung. Das kleinere Gerät wiegt 1,06, das größere 1,32 Kilogramm. Je nach Größe der verbauten Solid State Disk kostet das kleine MacBook Air 999 oder 1149 Euro, das größere 1299 oder 1599 Euro.

Das neue Betriebssystems Mac OS X Lion soll im Sommer nächsten Jahres eingeführt werden. Als Neuerung will Apple unter anderem Elemente aus iOS, das auf den mobilen Geräten wie dem iPad zum Einsatz kommt, übernehmen. So soll zum Beispiel die Gestensteuerung via Trackpad oder ein Vollbildmodus für Programme kommen.

Analog dazu eröffnet Apple einen App-Store für Macs, in dem Entwickler Programme anbieten können. Für Video-Telefonate kommt die im Juni auf dem neuen iPhone eingeführte Software Facetime künftig auch auf dem Mac zum Einsatz – eine Testversion wird schon jetzt bereitgestellt.

Apple hat auch das Multimedia-Software-Paket iLife überarbeitet. Die aktuelle Verson 11 bietet unter anderem eine engere Anbindung an beliebte Online-Portale wie Facebook oder Flickr. Neu gestaltet wurden auch die Gestaltungsmöglichkeiten von Fotobüchern und Karten. Die Video-Software iMovie vereinfacht die Audio-Bearbeitung von Filmen und hat nun von iPhoto die Technologie zur Gesichtserkennung übernommen.

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