[TabletFieber] Tablets liegen voll im Trend – echte Konkurrenz für Apple iPad jedoch noch sehr überschaubar

15. Oktober 2010 | by Alex Reiger

 Tablets liegen voll im Trend - echte Konkurrenz für Apple iPad jedoch noch sehr überschaubar

Tablets sind derzeit groß im Kommen. Mit ihnen kann man surfen und Mails checken, Filme sehen und Musik hören, Zeitungen, Zeitschriften und Bücher lesen, spielen und arbeiten. Die Geräte kommen ohne Maus und Tastatur aus. Sie sind intuitiv zu bedienen und leichter und stromsparender als etwa ein Notebook.

Allerdings machen momentan nur das iPad von Apple und einige Android-Konkurrenten wie das Galaxy Tab von Samsung und Dells Streak einen guten Eindruck, sagt Christian Wölbert von der Zeitschrift „c’t“. Die Konkurrenz schläft zwar nicht, hat aber noch einigen Nachholbedarf. So liegt das iPad bei den Applications, auch Apps genannt, ganz weit vorn. Im November bekommt das iPad ein Update auf iOS 4.2 und damit die vom iPhone bereits bekannten Ordner und Hintergrunddienste.

Allen, die kein iPad kaufen wollen, rät Wölbert dazu, mit dem Kauf noch ein wenig zu warten: Das WeTab sei derzeit keine echte Alternative zum iPad – es habe zwar Potenzial, sei aber noch nicht ausgereift und momentan keine ernstzunehmende Konkurrenz für das Apple-Gerät. Bis Weihnachten sollen jedoch mehrere vielversprechende Tablet-PCs auf den Markt kommen, unter anderem das Galaxy Tab von Samsung und das Folio 100 von Toshiba. Im nächsten Jahr wollen viele weitere Anbieter folgen. Microsoft ist derzeit dabei, das Betriebssystem Windows 7 für Tablets fit zu machen. Die aktuellen Windows-Tablets sind nach Angaben von Wölbert zu stromhungrig – der Akku macht zu schnell schlapp. Zudem muss der Nutzer beim Scrollen und Zoomen Ruckler in Kauf nehmen.

Zwtl.: Android unterstützt Multitouch

Besser sieht es an der Android-Front aus. Das auf Smartphones ausgelegte Betriebssystem unterstützt die Bedienung per Fingerdruck und Multitouch-Gesten. Hier ist allerdings die Oberfläche noch nicht für Tablets optimiert; so ist der Weg zum Menü oft zu weit und umständlich. Zudem passt jeder Hersteller das Android-Betriebssystem an seine Gegebenheiten an – mit eigener Menüführung, Widgets und Tastaturen. Der Kunde muss also schauen, welches System ihm am meisten liegt. Google hat aber bereits eine speziell auf Tablets zugeschnittene Android-Version angekündigt. „Gingerbread“ soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Das WeTab basiert auf dem Betriebssystem MeeGo von Nokia und Intel. Der Anwender sieht davon jedoch fast nichts, denn das WeTab hat eine ganz eigene Oberfläche. Auf einer dynamischen Ansicht werden Fotos, Videos, E-Books und Nachrichten in großen Widgets angezeigt. Praktisch bei diesem Gerät: Durch eine Miniaturansicht am Bildschirmrand kann man ganz bequem mit dem Daumen scrollen und navigieren, während man das Tablet mit beiden Händen festhält.

iPad fehlt ein USB-Anschluss beispielsweise für Kameras

In einigen Bereichen hat die iPad-Konkurrenz leichtes Spiel. So ist das Apple-Tablet ohne iTunes-Rechner sowie WLAN- oder UMTS-Empfang von der Außenwelt quasi abgeschnitten. Es fehlen die Anschlüsse etwa für USB oder Multimedia-Geräte. Zudem kann das iPad keine Flash-Inhalte wiedergeben – viele Websites und vor allem Videos können dadurch nicht oder nur rudimentär angezeigt werden. Eine eigene Kamera oder Webcam hat das iPad nicht. Das soll sich laut Wölbert aber demnächst ändern.

Bei Musik liegt das iPad durch den iTunes Store vorn. Dort sind rund 14 Millionen Songs, 10.000 Hollywood-Filme und 65.000 Folgen von Serien erhältlich. Besitzer von Android-Tablets gehen bei Amazon shoppen. Ende des Jahres will Google einen eigenen Musikladen eröffnen, bei dem Songs und Alben nicht nur einzeln, sondern möglicherweise auch als monatliches Abo erhältlich sind.

Auch bei Büchern haben iPad-Besitzer derzeit eine große Auswahl. Sie können über das Kindle-App auf die EBook-Bibliothek von Amazon zugreifen, die derzeit rund 450.000 englischsprachige Bücher umfasst. Hinzu kommen rund 20.000 deutschsprachige Epub-Bücher, die über das Txtr-App erhältlich sind, und die Bücher, die man über die Apps der Verlage bekommen kann. Auch für die Android-Tablets sind ein Kindle-App und der Txtr-Reader erhältlich. Wer das Galaxy Tab von Samsung besitzt, kann zudem über Libri.de auf deutschsprachige Bücher im Epub-Format zugreifen. Nicht so gut sieht es beim WeTab aus: Er unterstützt momentan noch keine kopiergeschützten E-Books.

ari/dapd

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Comment (1)

  1. philippe von büren says:

    das ipad2 wird mich interessieren.momentan besitze ich ein laptop und habe alles was mein herz begehrt.

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