Schmallband statt Glasfaser: Bundesregierung muss massive Probleme beim Breitband-Ausbau eingestehen

9. Oktober 2010 | by TechFieber.de

 Schmallband statt Glasfaser: Bundesregierung muss massive Probleme beim Breitband-Ausbau eingestehen

Die Bundesregierung hat Probleme beim Ausbau das Glasfasernetzes. „Leistungsfähige Anschlüsse sind aktuell für etwa 82 Prozent der Haushalte in Deutschland verfügbar. Das ist weniger, als wir uns vorgenommen haben“, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverbraucherschutzministerium, Gerd Müller (CSU) heute morgen in den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“.

Der Zeitung zufolge war in der „Breitbandstrategie“ der Bundesregierung von Februar 2009 vorgesehen, bis Ende 2010 eine flächendeckende Versorgung aller Haushalte in Deutschland mit leistungsfähigen Anschlüssen von mindestens einem Megabit pro Sekunde sicherzustellen. Dies werde „nicht ganz erreichbar sein“, heißt es nach Angaben des Blattes jetzt Verbraucherministerium. Auch sei man im Wirtschaftsressort der Überzeugung, dass es zu teuer wäre, jeden Haushalt anzuschließen.

Foto: RQ/cc

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Kommentare (2)

  1. torsten luley says:

    Na, jetzt kommen wir der Sache doch langsam näher. Vor zwei Jahren wurde von der Regierung behauptet, 98% der Haushalten hätten potenziell Zugang zum schnellen Netz. Jetzt sind es 82%, wahrscheinlich nächstes Jahr dann 75%… und dann wird ein Megabit downstream auch noch als „leistungsfähig“ bezeichnet. Unglaublich!

  2. Daniel Schönyan says:

    Dieses Desaster ist an Frechheit schon nicht mehr zu überbieten. Während Europaweit fremdländische Banken mit Milliardenbeträgen voll gestopft werden, wird die eigene technische Autobahnauffahrt immer weiter vernachlässigt. Und da (fast ganz) Europa mittlerweile mit Highspeed über die Datenbahn rast, müssen wir weiterhin über die schlecht befahrbaren Daten Landstrassen tingeln. Mal von den Ballungsgebieten abgesehen…
    Wer bitte schön stellt diesen unglaublichen Umstand endlich mal ab? Oder kann es sein, dass unsere Herren und Frauen Politiker allesamt mit der Thematik völlig überfordert sind, weil einfach zu alt dafür? Frei nach dem Motto, was wir in den 50ger Jahren nicht gebraucht haben, brauchen wir im 21sten Jahrhundert auch nicht mehr. Am Geld scheint es ja nicht zu liegen, es hat nur keiner den Arsch in der Hose mal endlich was handfestes zu unternehmen…TUT ENDLICH WAS UND REDET NICHT IMMER NUR!!!!!!!!!!!!!!!!

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