[IFA] Nachlese, die fünfte: Rechner zur Unterhaltung

5. Oktober 2010 | by Gerhard Bachleitner

sony Qriocity netzplatform playstation-ps3

Die Aussteller mit PCs oder Klapprechnern im Angebot bemühen sich, nicht nur Rechenleistung zu verkaufen, sondern digitale Lebensstile, oder wie Sony es ausdrückte: „we sell entertainment experiences“. Augenfällig wurde dies bei auch Samsung, wo man einen Bilderbuchtag von Bilderbuchlebemenschen mit der entsprechenden (sichtbaren) Hardware und den viel wichtigeren (unsichtbaren) Dienstleistungen im Hintergrund inszenierte.

Am liebsten hat man natürlich den „kompromisslosen Anwender“, der eine Ausrüstung „powered to perform“ braucht. Als Trends, oder vielmehr: von den Herstellern gewünschter Lebensstil gilt:

1. Constantly connected
2. Advanced Life-style
3. Project myself

Es gab auch Fakten, sogar erfreuliche: die spiegelnden Bildschirmoberflächen werden, offenbar aufgrund nachhaltiger Kundenverärgerung, wieder durch nichtspiegelnde ersetzt. Ein alter, bis heute hingenommener Geburtsfehler der verschiedenen MS-Windows-Versionen wurde behoben, das langwierige Hochfahren. Man bietet nun einen Schnellstart in 3 sec. an – 20 Jahre nach Einführung von Windows, das sind solide Innovationszyklen! Auch die Netzwerkkonfiguration hat man als Koordinations-, Treiber- und Protokollproblem erkannt und ermöglicht mit Easy File Share eine ad-hoc-Verbindung zweier Rechner.

In der „Konvergenzzone“ von Unterhaltung und Hardware ist die Netzplattform Qriosity von Sony (Bild oben) angesiedelt, die auf der Playstation 3 basiert. Man findet die Inhalte, die inzwischen für ein Leben 2.0 üblich sind: soziale Kontakte, Videos auf Abruf und Musik ohne Ende. Auch dies natürlich ein Mittel der Kundenbindung, nämlich an die Hardware, die dann buchstäblich mit Leben gefüllt wird.

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