[Feature] Heimkino in 3D: Mehr und mehr Blu-ray-Player für 3D-TV gerüstet – Film-Auswahl jedoch leider noch klein

1. Oktober 2010 | by TechFieber.de

 Heimkino in 3D: Immer mehr Blu-ray-Player sind für dreidimensionale Bilder ausgerüstet

Die bunte Heimkinowelt wird immer plastischer. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe an 3D-fähigen Blu-ray-Playern auf dem Markt. Einen entsprechenden 3D-Fernseher vorausgesetzt, taucht der Zuschauer auch zu Hause tief in das dreidimensionale Geschehen auf dem Bildschirm ab. Alle derzeit erhältlichen Geräte sind für den 3D-Genuss gut gerüstet, wie Christoph de Leuw von der Zeitschrift „Audio Video Foto Bild“ sagt. Noch ist allerdings das Angebot an Filmen überschaubar. In absehbarer Zeit werden allerdings Blockbuster wie James Camerons „Avatar“, mit dem die 3D-Welle begonnen hat, oder Disneys „Toy Story 3“ folgen.

„Die Investition lohnt sich schon, wenn man zwei-, dreimal einen Film sehen will“, sagt de Leuw. Aktuelle Player mit 3D-Modul gibt es ab 200 Euro. In ihrem Funktionsumfang unterscheiden sie sich wenig. „Vor allem die großen Hersteller haben sich ähnelnde Spieler im Angebot.“ Der Generationswechsel dauert an. Noch befinden sich aber Blu-ray-Abspieler mit und ohne räumliches Darstellungsvermögen im Handel. Mit Hilfe eines Software-Updates kann auch Sonys Spielkonsole Playstation 3 in die Lage versetzt werden, 3D-Blu-ray-Scheiben wiederzugeben. Bei Tests verschiedener Zeitschriften schnitten unter anderem der Samsung BD-C6900 sowie Panasonics DMP-BDT300 vielfach hervorragend ab.

Entscheidender als die einzelnen Eigenschaften des Blu-ray-Players sind für den 3D-Genuss im heimischen Wohnzimmer allerdings die Fähigkeiten des Fernsehers. Angeschlossen werden Blu-ray-Player via digitalem HDMI-Kabel. Bei den derzeit erhältlichen 3D-Bildschirmen konkurrieren mehrere Techniken. Viele Hersteller setzen auf den Einsatz sogenannter Shutter-Brillen. Sie kosten bis zu zehn Euro pro Stück und sind für den Zuschauer bei dieser Technik zwingend erforderlich. Ihre Technik ist nicht mit Rot-Grün-Pappbrillen zu vergleichen. Shutterbrillen verfügen über zwei steuerbare Gläser, die abwechselnd geschlossen werden. Dies geschieht so schnell, dass das menschliche Augen kein Flimmern wahrnimmt und sich für den Betrachter ein dreidimensionales Bild ergibt.

Die mit dieser Technik ausgerüsteten Fernseher selbst sind mit einem Aufschlag von 200 bis 300 Euro nicht viel teurer als herkömmliche LCD-Geräte. Techniker experimentieren aber auch bereits an Fernsehern, die ohne Brille 3D-Bilder ermöglichen. Zweidimensionale Bilder zeigen alle Modelle. Die Bedienung der 3D-Fernseher ist unterschiedlich. „Einige Fernseher können etwas länger brauchen, bis der Film dann anläuft“, sagt de Leuw. Das seien aber verkraftbare Einschränkungen.

Der Kassenerfolg von „Avatar“ hat dem Thema 3D einen ernormen Schub verliehen. Mittlerweile werden immer mehr Filme mit entsprechender Technik aufgenommen. Branchengerüchten zufolge arbeitet auch George Lucas daran, seine „Star Wars“-Reihe in 3D zu veröffentlichen. Das wird nach de Leuws Einschätzung Mitte kommenden Jahres der Fall sein. Deshalb reicht es derzeit seiner Ansicht nach aus, sich einen 2D-Player zu kaufen. „2D-Spieler kosten um 100 Euro.“ Wer aber Wert auf eine Nutzung in den kommenden Jahren lege und dann auch zumindest gelegentlich in die Tiefe abtauchen möchte, sollte sich überlegen, gleich einen 3D-Player zu wählen. Dabei gilt: Lieber einen Player vom Hersteller des eigenen Fernsehers wählen. Damit fahre man am besten, sagt der Experte.

mei/dapd

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