3D-Gedaddel: Die dritte Dimension erobert Gaming-Laptops

29. September 2010 | by Alex Reiger

Gaming 3D Games

Mitten drin: Dieses Gefühl überwältigt nicht nur Cineasten bei 3D-Filmen. Auch Spieler können ihre Shooter oder Adventure längst räumlich erleben – nicht nur am PC zu Hause, sondern immer öfter auch unterwegs dank neuer 3D-fähiger Gaming-Notebooks.

Noch sind es nicht viele Hersteller, die ihre Notebooks mit 3D-Bildschirmen und kompatiblen Grafikkarten ausstatten. Doch das Angebot wächst ständig. Dass die Technik noch in den Kinderschuhen steckt, wird eingefleischte Spieler nicht abschrecken. Denn der Reiz der sogenannten Stereoskopie ist groß.

«Bei Spielen funktioniert die Technik erstaunlich gut», sagt Thomas Rau von der Zeitschrift «PC Welt». Grund: Spiele enthalten bereits spezielle Tiefeninformationen, die für die 3D-Darstellung genutzt werden können. «Es gibt keine wesentlichen Unterschiede zwischen 3D- und alten Spielen», erklärt Rau. Aus diesem Grunde sind auch nicht unbedingt eigens zu diesem Zweck programmierte Spiele Voraussetzung für die Reise in die dritte Dimension. Zwar gibt es das Logo «3D Vision Ready». Doch dieses Etikett bedeutet laut Rau nur, dass auch Menüs und Zwischensequenzen dreidimensional ausgerichtet sind.

Um räumliche Darstellung auf dem Notebook zu realisieren, sind ein Display mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz und eine spezielle Grafikkarte Grundvoraussetzung. Damit der 3D-Effekt sichtbar wird, sind zudem spezielle Brillen notwendig – entweder mit sogenannter Shutter- oder Polarisationstechnologie. Das alles macht 3D-Laptops relativ teuer. Die Zusatzkosten für die 3D-Funktionalität beziffert Rau auf 200 bis 500 Euro gegenüber einem ansonsten vergleichbar ausgestatteten Notebook. Die Preise für ein 3D-Notebook beginnen bei rund 800 Euro.

Acer bringt in diesem Herbst seine dritte Generation von 3D-Notebooks auf den Markt. Bei den Geräten mit der Serienbezeichnung Aspire 5738DG kommen ein 15,6 Zoll großes 120-Hertz-Display und erstmals Shutter-Brillen zum Einsatz. Bei den Vorgängerserien hatte der Hersteller noch auf Polarisationstechnologie gesetzt. In der Konfiguration mit dem Intel Core i5 Prozessor und der Nvidia Geforce GT425M Grafikkarte soll das Aspire 5745DG rund 1000 Euro kosten. Über eine HDMI-Schnittstelle können beispielsweise bewegte Bilder vom optionalen Blu-ray-Laufwerk zum Fernseher übertragen werden. Asus, Toshiba oder MSI haben vergleichbare Notebooks im Programm.

Sony plant für das Frühjahr 2011 ein 3D-Notebook, in dem die gleiche 3D-Technik wie in den TV-Geräten der Bravia-Serie zum Zuge kommt, sagt Sprecherin Silke Bernhardt. Unter anderem soll ein Full-HD-Display verbaut werden. Der für die Kommunikation mit der Shutter-Brille notwendige Infrarot-Transmitter findet seinen Platz im Displayrahmen.

Sogenannte autostereoskopische Displays, bei denen der Betrachter keine Hilfsmittel wie Brillen mehr benötigt, sind noch nicht auf dem Markt. Ein Problem der Shutter-Brillen ist, dass sie das Bild verdunkeln. Ein TV-Geräte-Test der Zeitschrift «c’t» (Ausgabe 19/2010) ergab, dass die Brillen die Helligkeit der Displays deutlich verringern.

3D-Bilder erstellen

Um 3D-Bilder zu erstellen, werden zwei Bilder des gleichen Objekts oder der gleichen Landschaft benötigt, die auf gleicher Höhe, aber in einem seitlich versetzten Abstand von rund sieben Zentimetern aufgenommen werden – das entspricht in etwa dem Abstand der Augen. Um die Bilder zu einer Stereo-Aufnahme zu verschmelzen, wird Software benötigt – zum Beispiel das Online-Tool Make3D oder das Programm Free 3D Photo Maker.

Make3D

Free 3D Photo Maker

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Comment (1)

  1. Jeanna says:

    Klingt zwar super, aber nachdem ich mir grade erst ein neues DiMotion BasicBook gekauft habe, muss die Technik leider noch etwas warten – mal sehen ob der nächste so einer wird :D
    Bis dahin sollten sie ja vermutlich auch preislich niedriger liegen …

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