[Medien] Edmund Stoiber verlässt endlich ZDF-Verwaltungsrat – schlägt prompt Horst Seehofer als Nachfolger vor

27. September 2010 | by Alex Reiger

[Medien] Edmund Stoiber verlässt ZDF-Verwaltungsrat - schlägt Horst Seehofer als Nachfolger voroDer frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) zieht sich aus dem ZDF-Verwaltungsrat zurück. Über diese Absicht habe Stoiber den ZDF-Intendanten Markus Schächter und den Vorsitzenden des Verwaltungsrats, den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD), schriftlich informiert, bestätigte ZDF-Sprecher Walter Kehr am Montag in Mainz auf dapd-Anfrage.

Nach Informationen von „FAZ.Net“ schlägt Stoiber in dem Brief an Beck den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) als seinen Nachfolger vor.

Nach über 17 Jahren, in denen er sich als Ländervertreter im Verwaltungsrat „für eine positive Entwicklung des ZDF engagiert“ habe, sei nun „der richtige Zeitpunkt gekommen, diese Aufgabe zurückzugeben“, zitiert „FAZ.Net“ aus dem Schreiben Stoibers. Den Platz im Verwaltungsrat sollte aus seiner Sicht „eine Persönlichkeit einnehmen, die aktive Verantwortung für die Medienpolitik in Deutschland trägt“. Er hoffe, dass sein „Nachfolger im Amt des bayerischen Ministerpräsidenten diese Arbeit fortsetzen kann“, schreibt Stoiber.

Der Verwaltungsrat des ZDF kontrolliert die Arbeit des Intendanten vor allem in Haushaltsfragen und stimmt über Spitzenpersonalien ab. Das Gremium umfasst 14 Mitglieder, darunter ein Vertreter der Bundesregierung sowie fünf Vertreter der Bundesländer. Acht Mitglieder werden vom Fernsehrat, dem zweiten Aufsichtsgremium des ZDF, gewählt. Stellvertreter des derzeitigen Vorsitzenden Beck ist der ehemalige hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU).

ari/dapd

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Comment (1)

  1. Günther Kilian says:

    Was soll ich dazu noch sagen :) Der Edmund Stoiber ist weg und verlässt endlich den ZDF-Verwaltungsrat. Hoffen wir mal das damit nicht mehr so fiese Sachen in der deutschen Medienpolitik passieren wie bei der Entlassung des ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender.

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