[MobileFieber] Abzocke 2.0: Smartphones werden zum Angriffsziel für Hacker – Apple iPhone am wenigsten Betroffen

24. September 2010 | by Alex Reiger

 Abzocke 2.0: Smartphones Smartphones werden zum Angriffsziel für Betrüger

Smartphones geraten vermehrt ins Visier von Betrügern. Die Angriffe reichten von Spionage über das Ausspähen von geheimen Zugangsdaten bis hin zu teuren SMS, warnt das Computermagazin „c’t“ in seiner aktuellen Ausgabe (20/2010). Gefahr drohe durch versteckte Funktionen in Zusatzprogrammen (Apps) und durch ungesicherte Datenübertragungen.

In der Regel installierten Smartphone-Besitzer schädliche Software selbst: Sie verstecke sich in harmlos wirkenden Mediaplayern oder Spielen. Einmal installiert, könne es passieren, dass die Malware im Adressbuch rumschnüffelt und sämtliche Kontaktdaten an einen Händler sendet. Teuer könne es werden, wenn der Schädling unbemerkt kostenpflichtige SMS verschicke, warnen die „c’t“-Experten.

Am wenigsten betroffen seien iPhone-Besitzer. Grund sei, dass die Firma Apple jedes Zusatzprogramm fürs iPhone unter die Lupe nehme, bevor es in den App-Store gelange. Das habe dem Unternehmen zwar Zensurvorwürfe eingebracht, ernsthafte Sicherheitsprobleme in der iPhone-Welt bisher aber verhindert.

Bei Googles Android-System hingegen könne der Anwender bei der Installation einer App bestimmen, ob sie bestimmte Funktionen nutzen dürfe. „Da viele Apps aber unnötigerweise die Erlaubnis für den Zugriff auf alle möglichen Funktionen wie Kontaktdaten und GPS erbitten, haben sich die Anwender daran gewöhnt, einfach alles zu erlauben“, erläutert „c’t“-Redakteur Daniel Bachfeld. Dies sei einer der Gründe, warum die meisten Angriffe bisher auf Android-Smartphones stattfinden.

Besonders in ungeschützten WLANs laufe man Gefahr, dass ein Krimineller während des Versendens sensible Informationen abgreift. Wenn es sich um Zugangsdaten für Internet-Shops oder Online-Banking handele, könne großer Schaden entstehen. Deshalb sollten gerade solche Apps über eine gute Verbindungsverschlüsselung verfügen. Im „c’t“-Test hätten einige Android-Apps Schwächen bei der Verschlüsselung aufgewiesen. „Wer wirklich sichergehen möchte, dass sich die Dantenübertragung nicht abhören oder manipulieren lässt, sollte die Dienste eines VPN-Providers nutzen“, rät Bachfeld.

mei/dapd Foto: Dell Aero Smartphone / Dell

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