Phishing auf Ebay: Mutmaßlicher Millionen-Betrüger in Rumänien festgenommen

23. September 2010 | by Alex Reiger

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Die rumänische Polizei hat einen mutmaßlichen Phishing-Betrüger festgenommen, der die Internet-Handelsplattform Ebay um mehr als drei Millionen US-Dollar (2,3 Mio. Euro) geschädigt haben soll.

Der Rumäne habe sich illegal Zugang zu Anwendungen von Ebay-Angestellten beschafft und anschließend Kundenkonten abgeräumt, teilte die rumänische Direktion zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens und Terrorismus (DIICOT) in Bukarest am Donnerstag mit.

Der Mann aus dem südrumänischen Ramnicu Valcea habe im vergangenen Jahr über drei Phishing-Angriffe direkt auf Ebay-Angestellte deren persönliche Zugangsdaten für Kundentransaktionen und andere abgesicherte Anwendungen des Auktionshauses ausgespäht, lautet der Vorwurf. Mit diesen Informationen habe der mutmaßliche Verbrecher dann 1183 Ebay-Kunden um mehr als 2,3 Mio. Euro betrogen.

Auch mehrere italienische Banken soll der Mann nach Angaben der DIICOT zusammen mit zwei anderen Verdächtigen geschädigt haben. Die Betrüger verschafften sich den Angaben zufolge zunächst illegal die Identifikationsdaten von EC-Karten dieser Banken. Anschließend räumten sie mit gefälschten Karten die Konten der Opfer an Geldautomaten ab. Der Schaden belaufe sich auf mehr als 300 000 Euro, hieß es.

Die rumänischen Behörden haben bei diesem Fall mit dem amerikanischen Secret Service und italienischen Dienststellen zusammengearbeitet.

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