Smartphone-Zensur: Bahrain stoppt News-Angebot für Blackberry-Nutzer

22. September 2010 | by Alex Reiger

 blackberry bahrain blockade

Das arabische Königreich Bahrain hat einen populären lokalen Nachrichtendienst für Blackberry-Nutzer gestoppt. Wie Medien aus den Golfstaaten berichteten, hat sich die Mohannad Group damit abgefunden, dass sie den Bahrain Breaking News Service künftig nicht mehr anbieten dürfe.

Die Behörde für Information in Manama begründete das Verbot mit einer fehlenden Lizenz. Unabhängige Beobachter sehen in dieser Maßnahme einen Versuch der staatlichen Organe, den Nachrichtenfluss stärker zu kontrollieren. In den vergangenen Wochen hatten die Behörden auch verstärkt den Inhalt der Predigten schiitischer Geistlicher zensiert.

Im Internet surfen und E-Mails versenden können die Besitzer der Smartphones in Bahrain weiterhin. Ein anderer lokaler Anbieter darf weiterhin Nachrichten für die Blackberry-Nutzer des Landes verbreiten.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten soll es bald nicht mehr möglich sein, per Blackberry verschlüsselte E-Mails zu versenden. Mit den Behörden Saudi-Arabiens, die diesen Dienst ebenfalls hatten abstellen wollen, hatte der Blackberry-Betreiber Research in Motion (RIM) dagegen im vergangenen August eine Kompromisslösung gefunden. Mit Indien verhandelt RIM noch.

[Photo: dpa]

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