[Studie] McKinsey: Kostenlose Web-Dienste sind 40 Euro im Monat wert – pro Haushalt in Europa und USA

20. September 2010 | by Denise Kohmann

kostenlose internet-dienste Wert von 100 Milliarden Dollar

Kostenlose Dienste im Internet wie E-Mail- Dienste und Videoportale verkörpern nach einer Studie des Unternehmensberaters McKinsey einen wirtschaftlichen Wert von 100 Milliarden Dollar.

Dies entspricht nahezu 40 Euro je Monat pro Haushalt in Europa und den USA, wie die am Montag in Brüssel veröffentlichte Studie errechnet hat. Die Studie untersuchte die sogenannte Konsumentenrente, die den Verbrauchern bei der Nutzung der werbefinanzierten Internetdienste zufließt – wobei anfallende Kosten etwa für den Internetzugang ebenso berücksichtigt werden wie die «nachteiligen Effekte von Internetwerbung». Die Einnahmen der Anbieter von werbefinanzierten Internet-Diensten werden in diesem Jahr auf 20 Milliarden Euro geschätzt.

Die für die Verbraucher «wertvollsten» Dienste sind laut McKinsey E-Mail-Dienste mit 16 Prozent und die Suche nach Informationen im Internet (15 Prozent). Danach folgen der Austausch in Sozialen Netzwerken (11 Prozent) und die Echtzeitkommunikation mit Instant Messaging (10 Prozent). Wikis werden mit einem Anteil von vier, Blogs mit drei Prozent bewertet. Auf Unterhaltungsangebote wie kostenlose Musik- und Videoportale entfallen insgesamt 17 Prozent des Wertes von werbefinanzierten Internet-Diensten.

Der für die Verbraucher entstehende Gewinn sei dreimal so hoch wie die Gesamtausgaben für Online-Werbung in Europa und den USA (31 Milliarden Euro), erklärten die Verfasser der Studie. Sie erwarten zudem, dass der Wert der werbefinanzierten Internetdienste in den nächsten Jahren weiter steigen und bis zum Jahr 2015 rund 190 Milliarden Euro erreichen wird.

Die Studie verglich auch die Nutzung von werbefinanzierten Diensten mit kostenpflichtigen Angeboten. Demnach zahlen nur 20 Prozent der Internet-Nutzer tatsächlich für mindestens einen Internet-Dienst.

Die Bewertung berücksichtigte die Zeitdauer für die Nutzung unterschiedlicher Dienste und die Angaben von Nutzern, welchen Preis sie dafür zu zahlen bereit wären. Befragt wurden jeweils 750 Internet-Nutzer in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Russland und den USA. Auftraggeber der Studie ist der Marketing-Verband IAB Europe mit mehr als 5.000 Unternehmen, die in der Internet-Werbung aktiv sind.

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Kommentare (2)

  1. […] möglich wird, mit etwa 40 Euro ansetzt. Weitere Details zur Studie findet man auch bei techfieber.de, wo die Gesamteinsparung aller Verbraucher mit 100 Milliarden Dollar beschrieben […]

  2. Tatjana Meier says:

    Kostenlose Web-Email-Dienste sind schon geil. Ich könnte mir ein Leben ohne meinen Yahoo-Account gar nicht mehr vorstellen, mache mir aber nur Sorgen, dass die bald dafür richtig viel Geld verlangen und ich meine Daten dann aus deren System nicht auf einen anderen Service übertragen kann.

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