Angela Merkel: „Klassische Medien bedienen menschliche Grundbedürfnisse“

17. September 2010 | by Denise Kohmann

XXXXX LogoBundeskanzlerin Angela Merkel glaubt fest an die Zukunft der Zeitung als bedeutendes Medium – auch im Onlinezeitalter. «Klassische Medien bedienen menschliche Grundbedürfnisse. So erfüllt eine Zeitung den Wunsch nach tieferer Information und danach, seine Fantasie walten zu lassen».

Das sagte die Kanzlerin am Donnerstagabend in Berlin. Merkel sprach beim Festakt zum 175-jährigen Jubiläum des Bertelsmann-Konzerns. Mehr als 1100 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur versammelten sich dazu im Konzerthaus am Gendarmenmarkt.

Zu ihnen zählten die Verleger Hubert Burda und Friede Springer, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der frühere Außenminister Hans-Dietrich Genscher, ZDF-Intendant Markus Schächter ebenso wie Entertainer Günther Jauch und Sänger Udo Jürgens.

Die Kanzlerin hob die Bedeutung von Medienkompetenz für Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland hervor. «Medienkompetenz ist das Markenzeichen einer aufgeklärten, weltoffenen Wissensgesellschaft.» Die Politik und die Medien selbst seien ebenso wie Eltern und Schulen gefragt, den richtigen Umgang mit dem Internet und anderen digitalen Angeboten zu vermitteln. «Das Leben ist um einiges komplizierter geworden, als damals als man mit zwei Fernsehprogrammen aufgewachsen ist», sagte die Kanzlerin. Bertelsmann stehe für anspruchsvolle, qualitativ hochwertige Medien.

Bertelsmann-Matriarchin Liz Mohn stellte das gesellschaftliche Engagement von Europas größtem Medienkonzern heraus. «An eines hat unsere Familie immer geglaubt: Gewinn-Maximierung ist nicht alles. Erfolg erweist sich nicht nur im ökonomischen Sinne, sondern auch darin, einen Leistungsbeitrag für die Gesellschaft zu erbringen.»

Der Festakt erinnerte an die Gründung des ersten Verlages von Carl Bertelsmann im Jahr 1835. «1835 ging es darum, theologische Schriften zu verlegen», sagte Vorstandsvorsitzender Hartmut Ostrowski. «Heute nutzen wir alle Möglichkeiten der Digitalisierung.» Bertelsmann stehe auch nach einer beispiellosen Krise sehr gut da, betonte der Vorstandschef.

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