Internet-Bibliothek Wikipedia: Gründer Jimmy Wales steht auf traditionelle Bildung

16. September 2010 | by Denise Kohmann

Internet Bibliothek Wikipedia setzt auf traditionelle Bildung

Vor fast zehn Jahren hat Jimmy Wales gemeinsam mit Larry Sanger die offene Internet-Enzyklopädie Wikipedia gegründet. Inzwischen sind dort rund 15 Millionen Artikel in 260 Sprachen abrufbar. Einen Großteil des Jahres reist der Amerikaner um die Welt, um die Wikipedia-Idee zu verbreiten. Und interessanterweise setzt der Wikipedia-Gründer auch in der heutigen Netzwelt auf Bücher und fundierte Bildung. «Was Bildung betrifft, habe ich sehr traditionelle Ansichten.

Wer sagt: „Du musst heutzutage nichts mehr wissen, Du musst nur wissen, wo Du es nachschlägst“, hat meiner Meinung nach etwas missverstanden». Das sagte der 44-Jährige in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg. Auch in Zeiten von Tablet-Computern und E-Books lese er nach wie vor gerne normale Bücher: «Bücher sind eine tolle Sache. Sie sind günstig und die Batterie geht niemals aus. Sie sind auch praktisch am Strand, weil sie nicht kaputt gehen, wenn etwas Wasser drankommt.»

Nach Ansicht von Wales steht Wikipedia in den Entwicklungsländern ein starkes Wachstum bevor. «Beispielsweise haben wir einen großen Zuwachs bei den afrikanischen und indischen Sprachen. In China steigt unsere Nutzungsrate, aber sie ist immer noch geringer, als sie sein sollte, was daran lag, dass Wikipedia drei Jahre lang in China zensiert und gesperrt wurde. Bislang waren wir vor allem in den USA, Europa und Japan stark. Aber künftig wird Wikipedia immer globaler.»

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