[IFA] 3D-TV mit Schwächen: 3D-Fernseher zum Teil noch mit einigen Start-Schwierigkeiten

10. September 2010 | by Alex Reiger

 [IFA] 3D-TV mit Schwächen: 3D-Fernseher zum Teil noch mit einigen Start-Schwierigkeiten

Der Kinofilm „Avatar“ hat der Entwicklung der 3D-Technik einen enormen Schub verliehen. Mittlerweile sind eine ganze Reihe hochwertiger 3D-Fernseher im Handel erhältlich. Ihre dreidimensionalen Bilder können sich im Vergleich mit dem dreidimensionalen Kino durchaus sehen lassen. Außerdem bieten die Geräte Zusatzfunktionen wie Internetzugriff und eingebaute Rekorder. Derzeit leiden die 3D-Fernseher aber noch an manchen Kinderkrankheiten, wie die Zeitschrift „c’t“ (Ausgabe 19/10) berichtet.

Generell werden auch im heimischen Wohnzimmer derzeit Brillen benötigt, um das dreidimensionale Bild entstehen zu lassen. Dabei verwenden die Hersteller sogenannte Shutterbrillen. Sie lassen ein Bild für das linke Auge durch, sperren es gleichzeitig für das rechte und umgekehrt. Die abwechselnden Bilder sind geringfügig unterschiedlich. Damit beim Betrachter der 3D-Effekt entstehen kann, schaltet die Brille die Bilder synchron zum Film um.
Shutterbrillen verringern allerdings die wahrgenommene Helligkeit von LCD-Fernsehern um mehr als zwei Drittel. Bei den Plasmageräten kommt sogar weniger als ein Fünftel beim Zuschauer an. Was abends im Heimkino noch funktioniert, wird ohne Abdunkelung des Wohnzimmer am Tag zum Problem.

Im Test bewährte sich die erste 3D-Universalbrille von Xpand. Sie ist eine praktische Alternative, denn die Brillen der Fernseher-Hersteller sind untereinander nicht kompatibel. Nutzern eines 3D-Fernsehers von Sony empfiehlt die „c’t“, die mitgelieferte Shutterbrille mit einer speziellen Filterfolie zu manipulieren. Tut man dies nicht, reduziere sich der 3D-Effekt, sobald der Kopf nur ein bisschen zur Seite geneigt wird.

Unter Umständen kann die Tiefendarstellung der 3D-Fernseher beim Zuschauer Kopfschmerzen oder leichte Übelkeit hervorrufen. Besonders im kalten Zustand produzieren viele Modelle sogenannte Geisterbilder oder ein Flimmern. Herkömliches 2D-Fernsehen geben alle aktuellen Geräte in hoher Qualität wieder. Mittels der Internetfunktion rufen sie beispielsweise auch YouTube-Videos und Wettervorhersagen ab. Für die Wiedergabe von 3D-Filmen wird neben dem Fernseher auch ein entsprechender 3D-fähiger Blu-ray-Player benötigt. Zudem ist die Auswahl der Filme noch begrenzt. Die von den Herstellern Samsung und Sony als Alternative angepriesene Errechnung der dritten Dimension aus 2D-Material durch ihre Fernseher bewertete die Zeitschrift als Spielerei, weil die Tiefendarstellung häufig fehlschlage.

ari/dapd / Foto: Gizmodo.com

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Comment (1)

  1. Thomas Fedeneder says:

    das war klar, dass es hier noch etwas dauert, bis das alles ausgereift ist

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