[Gamescom] Alle Fakten und Zahlen zur Computerspiele-Branche im Überblick

19. August 2010 | by TechFieber.de

 Gaming Gamescom Fakten Zahlen  Computerspiele-Branche

Die Computerspiele-Industrie rührt auf der Gamescom (18. bis 22. August) die Werbetrommel: Was in den nächsten Tagen in Köln zu sehen ist, wird demnächst im Weihnachtsgeschäft zu kaufen sein. Zahlen und Fakten um den flippigsten Zweig der Medienbranche.

– Computerspiele sind ein Milliardengeschäft: 2009 erzielte die Branche laut dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) in Deutschland einen Umsatz von 1,56 Milliarden Euro. Dabei rechnet der BIU neben dem Verkauf von Datenträgern auch Downloads mit ein. Das Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers (PwC) kommt auf 1,8 Milliarden Euro, weil es unter anderem Online- und Handy-Spiele sowie Werbung (in-game advertising) berücksichtigt. Allerdings sank der Branchenumsatz erstmals seit sieben Jahren, nicht zuletzt wegen der Finanzkrise. Für dieses Jahr erwartet der BIU bei der Entwicklung eine «schwarze Null».

– Stärkstes Segment in Deutschland sind Konsolenspiele: Titel für Geräte wie Xbox 360, Playstation 3 und Nintendo Wii, aber auch ältere Modelle sorgten 2009 für einen Umsatz in Höhe von 857 Millionen Euro, wie der BIU berichtet. Der Markt für PC-Spiele schrumpft, ist aber mit 413 Millionen Euro Umsatz in Deutschland weiterhin sehr wichtig. Für Online-Spiele gibt es nur Schätzungen. PwC geht davon aus, dass der Erlös aus Abogebühren und Microtransaktionen 2009 bei rund 200 Millionen Euro lag und in den nächsten Jahren kräftig wachsen wird. Hinzu kommen Spiele für mobile Endgeräte wie Handys oder Tablet- Computer.

– Drehbuchautoren und Programmierer, Produzenten und Marketing- Fachleute: Die Spielebranche beschäftigt bis zu 15 000 Menschen in Deutschland. Dies geht aus einer Stichprobe der Universität Paderborn hervor. Die Forscher haben dabei nur die Branche im engeren Sinne untersucht und beispielsweise Verkäufer im Handel außen vor gelassen.

– In der Branche ist Arbeitsteilung üblich. Die Publisher agieren wie Verlage: Sie bringen Spiele heraus und vermarkten sind. Entwicklungsstudios sind Unternehmen, die neue Spiele erschaffen ­ entweder auf eigene Faust oder im Auftrag eines Publishers. Gerade die Großen der Branche sind in beiden Sparten aktiv: Sie entwickeln selbst Spiele und veröffentlichen diese, haben aber auch Titel von unabhängigen Entwicklern im Angebot.

Foto: Gamescom / Messe Köln

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