[Loveparade] Ermittlungen zur Loveparade-Katastrophe sehr langwierig

10. August 2010 | by TechFieber.de

loveparade duisburg youtube katastropheDie Ermittlungen zu dem tragischen Unglück auf der Duisburger Loveparade mit 21 Toten werden langwierig sein. «Die Komplexität des Ermittlungsverfahrens macht deutlich, dass diese schwierigen und umfangreichen Ermittlungen Zeit brauchen», teilten die Duisburger Staatsanwaltschaft und die Polizei Köln am Dienstag mit. Es müssten zunächst Millionen von Dokumenten geprüft und umfangreiches Video- sowie Fotomaterial gesichtet werden. Sorgfalt und Genauigkeit gingen hier vor Schnelligkeit.

Um den über 1000 Hinweisen aus dem In- und Ausland nachzugehen, Zeugen zu befragen und Beweismaterial auszuwerten, seien vier Staatsanwälte sowie zwischenzeitlich mehr als 80 polizeiliche Ermittler eingesetzt. Bislang sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft 220 Strafanzeigen eingegangen, die sich im Wesentlichen gegen die Verantwortlichen bei dem Veranstalter, der Stadt Duisburg und der Polizei richten.

Unter dem Beweismaterial befänden sich neben über 900 Stunden Videoaufnahmen der Überwachungskameras auf dem Veranstaltungsgelände auch zahlreiche Handyvideos sowie Fotos, die zum Teil im Internet veröffentlich wurden. «Zwar wird nur ein Teil der Daten verfahrensrelevant sein, aber wir müssen uns einen Überblick verschaffen und die Spreu vom Weizen trennen», sagte Kriminaldirektor Stephan Becker, Leiter der Ermittlungsgruppe «Loveparade». Alleine die Dokumente von Veranstalter, Stadt, Feuerwehr und Polizei würden ausgedruckt Tausende Aktenordner füllen.

tf/war/ddp

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