Mobilfunk 3.0: LTE und alte UMTS-Mobilfunknetze ergänzen sich – meint zumindest Vodafone-Chef Joussen

31. Juli 2010 | by Silvia Kling

LTE UMTS vodafone mobilfunk

Zehn Jahre nach der Versteigerung von Frequenzen für das UMTS-Mobilfunknetz erwartet Vodafone , dass diese Technik auch nach der geplanten Einführung eines noch schnelleren Standards weiter Bestand haben wird. Mit „Long Term Evolution“ (LTE) werde das Internet für alle und in der Fläche Realität, erklärte der Deutschland-Chef von Vodafone, Fritz Joussen, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Aber „UMTS und LTE ergänzen sich“.

LTE verspricht Download-Geschwindigkeiten bis 300 Megabit pro Sekunde – das ist rund 40 Mal so schnell wie mit dem UMTS-Turbo HSDPA. „Die Bandbreiten werden steigen und unser Leben durchweg mobil in der Kommunikation“, erklärte Joussen.

„Dafür rüsten wir uns – mit neuen Frequenzen und der nächsten Hightech-Technologie.“ Die ersten LTE-Netze sollen bis Ende des Jahres verfügbar sein.

Am 31. Juli 2000 begann in Mainz die Versteigerung der verfügbaren UMTS-Frequenzen. Nach fast dreiwöchigem Poker sicherten sich sechs Unternehmen die Lizenz für die mit großen Hoffnungen verbundene Zukunftstechnik – für umgerechnet rund 50 Milliarden Euro. Bis heute sind in Deutschland vier Anbieter übrig geblieben: Die Deutsche Telekom , Vodafone, E-Plus und O2. Bei der Versteigerung der für LTE geeigneten Freqeunzen gaben die deutschen Netzbetreiber im Mai gerade mal 4,4 Milliarden Euro aus.

„Frequenzen sind unser Rohstoff“, antwortete Joussen auf die Frage, ob die Ersteigerung der UMTS-Frequenzen die Erwartungen erfüllt habe. „Mit UMTS wurde das Telefon zum Smartphone, das Internet mobil.“ Inzwischen lieferten die mobilen Datendienste einen Beitrag von mehr als einer Milliarde Euro zum Jahresumsatz von Vodafone in Deutschland, bei zweistelligen Wachstumsraten im Jahr.

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