[Loveparade] Stadt Duisburg unter Druck – erteilte Genehmigung mit völlig unrealistischen Vorgaben

27. Juli 2010 | by TechFieber.de

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Die Genehmigung der Stadt Duisburg für die Loveparade beruhte auf Vorgaben für Besucherzahlen, die in krassem Gegensatz zu den Erwartungen interner Planungsrunden standen. Das geht aus Dokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur ddp vorliegen. Demnach hatte die Bauaufsicht die für das Partygelände zulässige Personenzahl entsprechend dem Brandschutzkonzept und einer Evakuierungsanalyse auf 250 000 Menschen begrenzt. Dagegen rechneten die Planungsfachleute im Arbeitskreis Verkehr mit 700 000 bis 750 000 Besuchern. Nach Angaben von Verantwortlichen wurde in dem Expertenkreis sogar die Anreise von einer Million Besucher für möglich gehalten.


Bei einem solchen Andrang, so ein Insider, mussten die Behörden damit rechnen, dass in der Hauptzeit mehr als die 250 000 erlaubten Personen auf dem Gelände sein würden.

An den erwarteten hohen Besucherzahlen orientierte sich auch ein Papier zum Verkehrskonzept für die Loveparade, das der Nachrichtenagentur ddp vorliegt. Danach sollten 700 Sonderzüge mit einer Kapazität zwischen 800 und 1300 Fahrgästen bereitgestellt werden. «Diese Planung mit hohem Besucherandrang lag auch richtig. Bis mindestens 16.30 Uhr sind die meisten Züge gut ausgelastet gewesen», sagte ein Insider der Nachrichtenagentur ddp.

Sprecher der Stadt Duisburg und des Loveparade-Veranstalters Lopavent waren bis Dienstagmittag nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

tf/war/ddp

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