Loveparade-Katastrophe: Grüne und Linke drängen auf Rücktritt von Duisburgs Bürgermeister

26. Juli 2010 | by TechFieber.de

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Nach der Tragödie bei der Duisburger Loveparade mit 19 Toten mehren sich die Rücktrittsforderungen an den Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU). «Sauerland hätte so viel Gespür aufbringen sollen, dass er zurücktritt», sagte die Chefin der nordrhein-westfälischen Grünen, Monika Düker, am Montag «Spiegel Online». Er trage als Chef der Genehmigungsbehörde «die politische Verantwortung für ein Konzept, das nicht aufgegangen ist».

Der Landesvorsitzende der Linkspartei, Hubertus Zdebel, betonte in Düsseldorf ebenfalls, die «Stadtspitze» dürfe sich vor der politischen Verantwortung nicht drücken. Zdebel kritisierte die Veranstaltungsplanung als «katastrophal» und forderte eine umfassende psychologische Betreuung und angemessene Entschädigung für die Überlebenden.

Sauerland hatte am Montag angekündigt, er wolle bis auf Weiteres im Amt bleiben. Man müsse sich zunächst Zeit lassen, die Geschehnisse aufzuarbeiten.

Der Geschäftsführer der NRW-Linken, Günter Blocks, machte auch Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) für die Katastrophe verantwortlich. «Als oberster Chef der NRW-Polizei ist er mitverantwortlich dafür, dass das sogenannte ‚Sicherheitskonzept‘ überhaupt nicht gegriffen hat und dass die Polizei den Tunnel offensichtlich nicht rechtzeitig gesperrt hat.»

Bei dem Unglück waren am Samstag 19 Personen getötet und mehr als 500 verletzt worden. Eine Person schwebte am Montag noch in Lebensgefahr.

tf/war/ddp

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