Hewlett-Packard: PC-Dino HP setzt voll auf Web OS – will aber dennoch Windows treu bleiben

20. Juli 2010 | by Alex Reiger

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Schlingerkurs beim Silicon-Valley-Computer-Riesen HP: Hewlett-Packard setzt nach dem Kauf des Smartphone- und PDA-Pioniers Palm alle Hoffnungen auf das mit übernommene Betriebssystem Web OS. „Wir wollen Web OS voranbringen“, sagte HP-Chef Mark Hurd heute den werten Kollegen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Palm ist ein Software-Deal.“

Der HP-Chef räumte ein, dass er es vor allem auf das Betriebssystem Web OS abgesehen hatte, das in den Palm-Handys zu finden ist. Diese Software soll künftig weit über Handys hinaus in vielen Produkten von HP wie den geplanten Tablet-Computern zum Einsatz kommen, aber auch in Druckern, die ohne Zugang zum PC auskommen.

Bislang wurde erwartet, dass Microsofts Betriebssystem Windows auch auf künftigen Tablets oder Slates von HP Einzug hält.

Doch der schon länger von HP angekündigte Slate-Computer, der allem Anschein nach nun „Palmpad“ heißen wird, lässt auf sich warten. Die Partnerschaft mit Microsoft soll aber weiterlaufen, betonte Hurd. „Wir haben eine sehr enge Partnerschaft mit Microsoft, und das wird auch in Zukunft so sein.“

Der HP-Chef sagte außerdem, er wolle die Marke HP voranbringen. Die Marke Palm müsse deswegen zwar nicht untergehen, aber sie könne in den Hintergrund rücken, zum Beispiel als eine Art Submarke. Die neue Software könnte HP auch bei einem neuen Vorstoß auf dem Handymarkt helfen. Hurd machte deutlich, künftig auch in die Hardwareseite im Handygeschäft investieren zu wollen.

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