BKA: Schwierigkeiten beim Löschen von Kinderpornografie im Web

15. Juli 2010 | by TechFieber.de

Kinderporno Internet BKADas Bundeskriminalamt (BKA) kann die Kinderpornografie im Internet einem Zeitungsbericht zufolge nicht effektiv bekämpfen. Kinderpornografische Webseiten blieben trotz aller Löschungsbemühungen zu lange abrufbar, heißt es einer internen BKA-Studie, die der Zeitung «Die Welt» vorliegt.

40 Prozent solcher Internetseiten könnten demnach nach einer Woche noch per Mausklick auf den Computer geladen werden. Bis zum Verschwinden der Seiten gebe es laut der Untersuchung immense Zugriffszahlen. Das BKA schlage als Lösung deshalb das Sperren der Seiten bis zur Löschung vor.

Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), forderte, den Zugang durch Internetsperren zu erschweren. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) hält hingegen am Prinzip «Löschen statt Sperren» fest.

Das BKA erhält der Studie zufolge rund 150 Hinweise im Monat, mit denen sich die Kinderpornografie im Internet bekämpfen lässt. 63 Prozent kommen von Hotlines und der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, 22 Prozent von Polizeidienststellen aus dem In- und Ausland, 14 Prozent direkt von Bürgern und ein Prozent von Interpol/Europol.

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