Digital-Foto: Alte manuelle Objektive haben meist bessere Bild-Qualität als neue AF-Kamera-Objektive

28. Juni 2010 | by TechFieber.de

Alte Kameraobjektive entpuppen sich derzeit als wahre Schätze. Denn die teils über 40 Jahre alten Manuellfokus-Objektive produzierten mit aktuellen digitalen Spiegelreflexkameras eine viel bessere Bildqualität als moderne Autofokus-Objektive, heißt es im neuen Themenheft «c’t special Digitale Fotografie».

Im Test setzte die «c’t»-Redaktion Manuellfokus-Objektive von Zeiss und Leica ein: An deren Schärfe, Klarheit und Brillanz kommt die moderne Konkurrenz in der Regel nicht heran. «Uns hat vor allem verblüfft, wie viele Bilddetails aktuelle Autofokus-Objektive unterschlagen. Vor allem im Weitwinkelbereich wird mit manuellen Objektiven das Potenzial der hochauflösenden Kamerasensoren endlich bis in die Bildecken ausgereizt», sagt «c’t»-Autor Thomas Saur.

Allerdings sollte man alte Objektive vor dem Kauf unbedingt auf Herz und Nieren testen und sich ein Rückgaberecht einräumen lassen. Die gebrauchte Optik kann innen dejustiert sein. Zudem ist ein Adapter notwendig, um das Objektiv an der Kamera zu befestigen. Er müsse sorgsam ausgewählt sein, denn insbesondere billige Exemplare verschlechterten die Bildqualität eher. Im schlimmsten Fall könnten sie sogar die Kamera beschädigen, warnt Saur.

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