Vorratsdatenspeicherung: BKA bemängelt Sicherheitslücken wegen fehlender Vorratsdaten

21. Juni 2010 | by TechFieber.de

BKA logo Sicherheitslücken Nach einer bundesweiten polizeilichen Erhebung führe das Zögern des Gesetzgebers in Sachen Vorratsdatenspeicherung zu Missständen bei Verbrechensaufklärung und Gefahrenabwehr. «Zahlreiche Beispielfälle belegen, dass wir ohne den Zugriff auf Vorratsdaten eine erhebliche Sicherheitslücke haben», sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke der «Rheinischen Post» (Montagausgabe).

Es gehe unter anderem um die Aufklärung von Kapitalverbrechen, um Fälle schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und Internetkriminalität. So sei es unlängst nicht möglich gewesen, die Besitzer von über 200 000 Computern davor zu warnen, dass ihre Rechner unbemerkt zu kriminellen Zwecken verwendet wurden. «Aber auch bei der Gefahrenabwehr sind uns die Hände gebunden», klagte Ziercke und führte im Internet angekündigte Amok-Taten oder Selbsttötungen an. Dabei hätten die Sicherheitsbehörden mit Hilfe der Verkehrsdaten früher gezielt einschreiten können.

tf/mei/

>> Alle Artikel zum „Schwerpunkt Vorratsdatenspeicherung“ bei TechFieber

Antwort schreiben