[techVIP] Kritik zum Trotz: Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme bleibt bis 2013

21. Juni 2010 | by TechFieber.de

Siemens Aufsichtsrat chef Gerhard CrommeSiemens-Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Cromme will trotz Kritik an seiner Amtsführung noch mindestens drei Jahre in dieser Position bleiben. «Ich bin bis 2013 gewählt. So lange werde ich es auch machen», sagte der 67-jährige der «Süddeutschen Zeitung» (Montagausgabe). Cromme würde auch angesichts der Krise höhere Steuern zahlen.
Persönlich wäre ich bereit, in dieser kritischen Phase einen Beitrag in Form eines Solidarzuschlags zu leisten.» Er fügte jedoch an: «Aber der müsste befristet sein, um dieser Ausnahmesituation gerecht zu werden.» Seiner Ansicht nach werde die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise länger dauern, als viele glaubten. Zur Eurokrise sagte er:
Kein Land profitiert von der Währungsunion so stark wie Deutschland. Gerade für uns in Deutschland wäre ein Ende des Euro eine Katastrophe.“

Cromme ist nicht nur bei Siemens, sondern auch bei dem Stahlkonzern Thyssen-Krupp Aufsichtsratschef. Als im Mai Siemens-Vorstand Heinrich Hiesinger zum Vorstandsvorsitzenden bei Thyssen-Krupp-Chef berufen wurde, war von einem Interessenkonflikt die Rede. Cromme verteidigte die Personalie vehement gegen jede Kritik: «Das ist völlig korrekt gelaufen. Keiner im Aufsichtsrat wollte Herrn Hiesinger eine Chance verbauen, nur weil ich zufällig Aufsichtsratsvorsitzender in beiden Unternehmen bin.»

Zudem verstoße er gegen keine Regelungen gegen den Corporate-Governance-Kodex. «Der Kodex wurde unter meiner Führung entwickelt und eingeführt, und wo ich als Aufsichtsratsvorsitzender Verantwortung trage, wird ihm zu 100 Prozent entsprochen.»

tf/mei/

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