[TechPraxis] Die beste Gratis-Software zur Erstellung von PDF-Dateien

8. Juni 2010 | by TechFieber.de

pdf erstellen gratisVon der Bedienungsanleitung bis zum Newsletter: Das PDF-Format ist überall präsent. Die Referenz-Lösung zum Erstellen ist «Acrobat» von PDF-Erfinder Adobe. Der Haken: Das Programm ist teuer. Doch es gibt gute kostenlose Alternativen.

Ebenfalls gratis ist die ursprüngliche Software zum Betrachten von PDFs, Adobes auf den meisten Rechnern ab Werk installierter «Reader». Auch hier gibt es andere Lösungen. Sie sind vor allem deshalb von Fall zu Fall zur Nutzung empfohlen, weil der «Reader» im Visier von Hackern ist.

PDF steht für «Portable Document Format»: «tragbares» oder treffender «übertragbares» Dokumentenformat. Und genau diese reibungslose Übertragbarkeit zwischen beliebigen Rechnern ist das große Plus: «PDFs werden auf jedem Rechner mit dem entsprechenden Betrachtungsprogramm genau so dargestellt wie im Original. Man nennt das Layout-Treue», erläutert Dieter Brors von der Zeitschrift «c’t». In vielen Fällen nicht unerheblich ist darüber hinaus der Umstand, dass sich Inhalte von PDFs nicht ohne weiteres verändern lassen.

Wird dagegen zum Beispiel ein Text als «Word»-Dokument verschickt, muss der Empfänger unter Umständen nur einen anderen Druckertreiber installiert haben als der Absender, und der Text kommt nicht in der Wunsch-Formatierung an. Solche Überraschungen beim Verschicken von Dokumenten seien vor Einführung von PDF immer wieder passiert, sagt Ulrich Isermeyer, bei Adobe für «Acrobat» verantwortlich.

PDF ist nicht konkurrenzlos. So ermöglicht XPS von Microsoft ebenfalls Layout-Treue. «Aber wenn ich ein Hersteller wäre und zum Beispiel eine Bedienungsanleitung als Dokument anbieten müsste, würde ich das bestimmt nicht in XPS machen», sagt Enno Bruns von der Zeitschrift «Computer Bild». Denn es sei eher unwahrscheinlich, dass jeder Kunde das Leseprogramm dafür auf dem Rechner hat.

Der aktuelle «Acrobat» hat die Nummer 9. «Noch in diesem Jahr wird die neue Version kommen», sagt Isermeyer. Je nach Ausführung wird sie ungefähr 350, 560 oder 820 Euro kosten. Das ist für Anwender, die das Programm nicht beruflich nutzen und deswegen besondere Anforderungen haben, eine Menge Geld. Doch sie können es sich ebenso sparen wie die rund 20 bis 70 Euro, die Billig-Lösungen im Elektromarkt kosten: «Für normale Anwender reichen kostenlose Tools völlig», versichert Brors. «Was damit aber nicht geht, ist, Dokumente digital zu signieren.»

Ein Gratis-Programm, das die Experten empfehlen, ist «PDFCreator». «Das installiert eine Art Pseudodrucker in der Systemsteuerung von Windows», erklärt Enno Bruns. Wer dann zum Beispiel unter «Word» ein Dokument erstellt, auf «Drucken» klickt und den «PDFCreator» wählt, erstellt statt eines Papierausdrucks eben ein PDF. Bei dem Programm handelt es sich um Open-Source: Seine Nutzer entwickeln es weiter.

Eine weitere Lösung zum kostenlosen Herunterladen ist «FreePDF». Wer die Gratis-Bürosoftware «OpenOffice» nutzt, der kann sich den Download aber auch sparen: Mit ihr lassen sich Dokumente als PDFs speichern. Je nach Einstellung genügt ein Klick auf das Symbol in der Menüleiste. Auch das kostenpflichtige Pendant – Microsofts «Office» – hat eine solche Funktion. «Macs können von Haus aus PDFs erstellen», sagt Brors. Das gilt auch für die meisten Linux-Distributionen.

Eines müssen Nutzer im Zusammenhang mit PDFs aber wissen: Die so praktischen Dateien haben sich zu einem ernstzunehmenden Einfallstor für Schadprogramme auf die Rechner privater und gewerblicher Nutzer gemausert. «Man kann in PDFs sehr leicht Programmcode einbetten, und auf diesem Weg kommt immer wieder Malware auf Rechner», warnt Rüdiger Trost von F-Secure, einem Anbieter für IT-Sicherheitslösungen.

Das eigentliche Problem ist der «Adobe Reader»: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat nicht zum ersten Mal vor einer Lücke in dem Programm gewarnt, die Kriminelle ausnutzten, um Schadsoftware auf Rechner zu schleusen. Die Experten raten, generell keine PDFs «aus nicht vertrauenswürdigen Quellen» zu öffnen.

Zudem sollten Nutzer, die auf eine Sicherheitslücke im «Adobe Reader» aufmerksam geworden sind, folgende Option der Software unter «Bearbeiten/Voreinstellungen/Berechtigungen» deaktivieren: «nicht-PDF-Dateianlagen dürfen in externen Anwendungen geöffnet werden». Dieser Ratschlag gilt dann immer so lange, bis Adobe einen sogenannten Patch zur Verfügung stellt und damit die Lücke schließt.

Rüdiger Trost empfiehlt sogar, komplett auf den «Adobe Reader» zu verzichten – nennt aber ausdrücklich keine Alternativen. Eine von zahlreichen Nutzern der «c’t» und der Zeitschrift «Chip» positiv bewertete Software ist der «PDF-XChange Viewer». Auch die schlanken Lösungen «Foxit Reader» und «PDF Viewer» kommen gut weg. Bei all diesen Programmen handelt es sich um Freeware. Sie lassen sich also – wenn auch teils nur in den Basisversionen – kostenlos herunterladen.

PDFCreator: http://dpaq.de/Mnh3W

FreePDF: http://dpaq.de/lG8WT

Adobe Reader: http://get.adobe.com/de/reader

PDF-Xchange Viewer: http://dpaq.de/NVtjN

PDF Viewer: http://dpaq.de/ylhQ2

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