CE-Riese Philips ist gut gerüstet für die Zukunft – 3D-Fernseher zum Nachrüsten kommen noch im Juni

3. Juni 2010 | by TechFieber.de

Philips Deutschland Zukunft

Der Philips-Konzern setzt weltweit in seinen drei Geschäftsfeldern auf starke technologische und gesellschaftliche Trends.

Besonders in Deutschland werde das Unternehmen davon profitieren, sagte der Philips-Chef für den deutschsprachigen Raum, Andreas Wente, am Mittwoch in Hamburg. Bei der Medizintechnik sei es die Alterung der Gesellschaft, die neue Anforderungen an die Gesundheitsversorgung stelle.

In der Lichttechnik habe die Umstellung auf die LED-Technik (Leuchtdioden) begonnen, die das kommende Jahrzehnt prägen werde. Und in der Unterhaltungs- und Haushaltselektronik sorge das hochauflösende Fernsehen für neue Impulse.

Das Jahr 2009 habe Philips Deutschland mit einem Umsatzrückgang von drei Prozent auf 3,39 Milliarden Euro vergleichsweise gut überstanden; inzwischen wachse das Unternehmen wieder. „Deutschland hat sich als ein stabiler Markt erwiesen; die Konsumenten haben sich nicht zurückgezogen“, sagte Wente.

Größtes Geschäftsfeld ist die Medizintechnik mit einem Anteil von 42 Prozent. „Deutschland hat heute den dritthöchsten Anteil an über 60-jährigen weltweit“, erklärte der Philips-Chef. „Bis zum Jahr 2050 wird ihre Zahl auf rund 25 Millionen Menschen steigen; mehr als 35 Prozent der Gesamtbevölkerung.“ Damit steige automatisch die Zahl der chronisch Kranken. Philips stellt medizinische Großgeräte her, arbeitet aber auch an telemedizinischen Verfahren, mit denen die Versorgung der Patienten verbessert werden kann.

Im zweitgrößten Geschäftsfeld Konsumelektronik mit einem Umsatzanteil von 34 Prozent liefert sich Philips auf dem Markt für Fernseher einen Zweikampf mit dem Konkurrenten Samsung. Seit einigen Jahren ersetzen die Kunden in Deutschland ihre alten Röhrengeräte durch Flachbild-Fernseher; in diesem Jahr bringt die Fußball-WM zusätzliche Nachfrage in den Markt. Der nächste Trend sei das hochauflösende Fernsehen HDTV.

Durch die technologischen Innovationen sei das Fernseher-Geschäft in den vergangenen Jahren gut gelaufen. Ob sich Geräte mit dreidimensionaler Darstellung gut verkaufen werden, wie sie von Philips-Konkurrenten offensiv vermarktet werden, müsse jedoch der Markt zeigen. Philips selbst liefere ab Juni erste Fernseher aus, die auf 3D nachrüstbar sind. Das Nachrüstset kostet rund 200 Euro.

Die größten Umbrüche erwartet Wente von seinem kleinsten Geschäftsfeld Lichttechnik mit 23 Prozent Umsatzanteil. Nach dem Ende der konventionellen Glühlampe beginnt das Zeitalter der LED-Technik, die bei Philips Deutschland bislang erst zehn Prozent zum Umsatz der Lichttechnik beisteuert. „LED ist der Technologietreiber; der gesamte Lichtmarkt wird sich technologisch umstellen“, sagte Wente. Bis zum Jahr 2015 werde Philips Deutschland die Hälfte seines Licht-Umsatzes mit LED machen, bis 2020 drei Viertel. Die heute noch sehr teueren LED-Leuchtmittel ermöglichen völlig neue Beleuchtungslösungen sowohl im gewerblichen wie auch im privaten Bereich.

Philips Deutschland ist die Tochter des niederländischen Philips- Konzerns und beschäftigt rund 6.900 Menschen.

tf/jas/

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Philips Firmenname: Royal Philips Electronics
Im Internet: www.philips.com, www.philips.de
Hauptsitz: Amstelplein 2, 1096 BC Amsterdam, Niederlande
Gegründet: 1891
Management: Frans van Houten (President & CEO)
Umsatz: 23,2 Milliarden Euro (2009)
Mitarbeiter: Etwa 116.000 weltweit

Royal Philips Electronics mit Hauptsitz in den Niederlanden ist ein Unternehmen mit einem vielfältigen Angebot an Produkten für Gesundheit und Wohlbefinden. Als Unternehmensziel gibt der Konzern an, die Lebensqualität von Menschen durch zeitgerechte Einführung von technischen Innovationen zu verbessern. ... Weiterlesen

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