Datenschutz: Bahn AG gelobt Besserung in Sachen Datenschutz und E-Mail-Überwachung

25. Mai 2010 | by Alex Reiger

Bahn datenschutzDie Deutsche Bahn will als Lehre aus der Datenaffäre in Zukunft nicht mehr Festplatten ihrer Mitarbeiter kopieren, den E-Mail-Verkehr überwachen oder Massen-Datenabgleiche vornehmen. Das versicherte Gerd Becht, Vorstand für den Bereich Datenschutz, im Gespräch mit dem Berliner «Tagesspiegel» (Dienstagausgabe). «Wir werden uns nicht mehr in eine Grauzone bewegen», sagte er. Bei der Bahn würden bewusst keine Regeln gebrochen, Gesetze verletzt oder Richtlinien ignoriert. «Bei einem Verdacht auf eine Straftat schalten wir die Staatsanwaltschaft ein. Die kann mit staatlichen Befugnissen ermitteln», sagte Becht.

2009 war ans Licht gekommen, dass die Bahn über Jahre Daten von Kunden und Mitarbeitern abgeglichen, intime Informationen ihrer Leute gesammelt hat und E-Mails überwachen ließ. Im Zuge der Affäre verlor der damalige Konzernchef Hartmut Mehdorn seinen Posten. Man habe unbedingt an Fakten herankommen wollen, um Korruption und Geheimnisverrat zu bekämpfen, sagte Becht zur Motivation der Täter. « Ermittlungsergebnisse waren offensichtlich wichtiger als Datenschutz.»

Nun sei vieles verändert, sagte Becht, der als Reaktion auf die Affäre vom neuen Bahn-Chef Rüdiger Grube geholt worden war. «Wir haben geregelt, wie weit unsere Leute bei Ermittlungen gehen dürfen und wie die Rechte der Mitarbeiter gesichert werden.» Es gebe nun eine Gewaltenteilung zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität «wie bei Polizei und Justiz».

tf/mei/ddp
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