[TechBusiness] Entwarnung bei Siemens: Weniger Stellen werden gestrichen

19. Mai 2010 | by TechFieber.de

Siemens Stellen gestrichen Der Elektrokonzern Siemens streicht an seinem Standort Bad Neustadt/Saale weniger Jobs als ursprünglich geplant. Statt 840 Stellen sollen jetzt nur noch 540 Arbeitsplätze wegfallen, wie Siemens am Dienstag in München mitteilte. Der mit dem Gesamtbetriebsrat vereinbarte Interessenausgleich für Bad Neustadt sieht außerdem den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen vor.

„Wir haben immer gesagt, dass wir bei den geplanten Anpassungen ohne Entlassungen auskommen wollen und zu unserer Verantwortung für die betroffenen Mitarbeiter stehen“, erklärte Siemens-Personalvorstand Siegfried Russwurm.


Zuletzt hatte Siemens an dem Standort in der strukturschwachen Region Unterfranken rund 2000 Beschäftigte. Bereits im April war bekanntgeworden, dass angesichts der Konjunkturerholung 200 Stellen weniger abgebaut werden könnten. Außerdem will das Unternehmen 100 neue Arbeitsplätze für hoch qualifizierte Mitarbeiter durch den Ausbau von Bad Neustadt zum Innovations- und Technologiezentrum schaffen.

Der verbleibende Jobabbau soll möglichst sozialverträglich, beispielsweise durch interne Versetzungen, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge umgesetzt werden, erklärte Siemens. Mit dem Maßnahmenpaket wolle man sicherstellen, dass die Zahl der Beschäftigten in Bad Neustadt in den kommenden drei Jahren nicht unter 1600 sinkt.

Hintergrund der Pläne ist die geplante Konzentration der Fertigung von Standard-Niederspannungsmotoren im tschechischen Mohelnice. Dadurch fallen in Bad Neustadt Fertigungslinien weg.

Ursprünglich hatte Siemens den Abbau von 2000 Stellen im Industriegeschäft in Deutschland angekündigt. Zuletzt beschäftigte der Konzern weltweit 402 000 Menschen, davon 128 000 in Deutschland.

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