[Amok] [Winnenden] Baden-Württemberg startet Präventionsprojekte gegen Amo-Läufer

19. Mai 2010 | by TechFieber.de

Etwas mehr als ein Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden setzt die Landesregierung erste Präventionsvorhaben gegen mögliche weitere Amoktaten um. In einem ersten Schritt sollten dafür Mittel in Höhe von rund 16,3 Millionen Euro bereitgestellt werden, kündigte Staatsminister Helmut Rau (CDU) zusammen mit vier Kabinettskollegen am Mittwoch in Stuttgart an.

Unter anderem sollen bis September 30 zusätzliche Stellen für Schulpsychologen geschaffen werden, wie Kultusministerin Marion Schick (CDU) sagte. Diese sollen Schüler, Eltern und Lehrer bei schulbezogenen Problemen und Konflikten beraten. Außerdem sollen sie die Schulen in Krisenfällen unterstützen. Bis September 2011 sollen weitere 50, ein Jahr darauf weitere 20 Stellen hinzukommen.


Innenminister Heribert Rech (CDU) kündigte an, bei der Polizei 15 Computer-Experten einzustellen, um digitale Spuren im Internet, in Datennetzen und auf Datenträgern schnell verfolgen und auszuwerten zu können. Nach der Amoktat am 11. Mai 2009 hatte es bis zum 14. Mai dieses Jahres landesweit 284 Amokdrohungen im Zusammenhang mit Schulen gegeben, 78 davon seien über das Internet kommuniziert worden. Der Sonderausschuss habe zu Recht deutlich gemacht, dass die Polizei gut ausgebildetes Fachpersonal wie Informatiker, Techniker und Ingenieure brauche, sagte Rech.

Am 11. März 2009 hatte der 17-jährige Tim K. bei einem Amoklauf in Winnenden und seiner anschließenden Flucht in Wendlingen 15 Menschen und anschließend sich selbst getötet.

tf/mei/ddp

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