[Business] Griechenland: Wirtschaftsweiser Wolfgang Franz kritisiert Krisenmanagement von Angela Merkel scharf

1. Mai 2010 | by TechFieber.de

Griechenland merkel
Der Vorsitzende der fünf Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, hat das Krisenmanagement von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) angesichts der drohenden Pleite Griechenlands kritisch bewertet: «Sie hat zu Recht gekämpft, dass wir nicht leichtfertig Geld geben. Aber jetzt zeigt sich, dass die Entwicklung schneller verläuft, als sie vielleicht angenommen hat», sagte der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) dem Nachrichtenmagazin «Focus» laut einer Vorabmeldung vom Samstag.

Die jetzt angesteuerte Lösung für Griechenland scheine ihm «immer noch die preisgünstigste zu sein», sagte Franz. Wenn die griechische Regierung ein wirksames Steuersystem etabliere und die Korruption bekämpfe, «dann können wir hoffen, dass die Kredite zu einem Gutteil zurückgezahlt werden».

Franz warnte gleichzeitig: «Wenn sich die EU zur Transfer-Union entwickelt, würde das die Finanzkraft Deutschlands überfordern. Wir haben schon größte Schwierigkeiten, innerhalb Deutschlands den Finanzausgleich zwischen den Bundesländern zu stemmen.»

Mit Blick auf die Banken habe er «auf Deutsch gesagt die Wut im Bauch», sagte Franz. „Da haben Banken Geld, das sie für ein oder zwei Prozent am Markt bekamen, für satte Zinsen an den griechischen Staat verliehen, aber das Risiko trägt der Staat. Ein gutes Geschäft», sagte Franz.

tf/mei/ddp / Foto mpd01605/cc

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