Social Network unter Beschuss: US-Senat bemängelt Datenschutz bei neuen Facebook-Dienste

28. April 2010 | by TechFieber.de

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Facebooks Pläne zur Ausweitung seiner Reichweite im Internet stoßen auf Datenschutz-Bedenken. Vier US-Senatoren habendas Online-Netzwerk am Dienstag (Ortszeit) zu Änderungen bei den jüngstvorgestellten Entwicklungen aufgefordert. Das Unternehmen aus San Franciscohatte vor einigen Tagen unter anderem angekündigt, dass jeder Website-Betreiberpersonalisierte Facebook-Inhalte auf seiner Präsenz anbieten kann. Diedemokratischen Senatoren fürchten eine unzulässige Nutzung von persönlichenDaten der Mitglieder.

„Wir sind besorgt“, schrieben die Senatoren Charles E. Schumer (New York),Michael Bennet (Colorado), Mark Begich (Alaska) und Al Franken (Minnesota) ineinem offenen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Die Politiker bemängeln,dass Nutzer die Weitergabe von persönlichen Daten künftig nur relativkompliziert und aufwendig einschränken können. Außerdem kritisieren sie, dassexterne Websites die Daten auf unbestimmte Zeit speichern und verwenden könnten.

Nutzer, die die Weitergabe ihrer Daten an Dritte verhindern wollen, müssendas explizit ablehnen („opt-out“). Geht es nach dem Willen der Politiker,dürften Daten aber erst dann von Facebook weitergegeben werden, wenn dieMitglieder dem ausdrücklich zustimmen („opt-in“). Dies sei ein „entscheidenderSchritt, Klarheit und Transparenz beizubehalten“. Gleichzeitig kündigten sie an,dass sich die amerikanische Handelsbehörde FTC mit dem Thema befassen werde.

Facebook-Sprecher Elliot Schrage teilte in einem Antwortschreiben mit, mannehme das Thema „sehr ernst“. Gleichzeitig bezeichnete er Facebook als“Vorreiter in Sachen Transparenz bei unseren Richtlinien, Mitteilungen an dieUser und die Sicherheit der Daten“. Stein des Anstoßes sind die Entwicklungen,die Facebook-Chef Zuckerberg vorige Woche vorgestellt hatte. Künftig will dasweltweit größte soziale Netzwerk einer jeden Website anbieten, mit Hilfe eineskurzen Programmcodes personalisierte Facebook-Inhalte zu integrieren.

Ein Restaurant-Führer kann dem Besucher auf der Seite zum Beispiel anzeigen,welcher seiner Facebook-Bekannten schon einmal in einem Lokal essen war und obes ihm geschmeckt hat. Ein Webradio könnte beim Öffnen der Seite automatisch dieLieblingsmusik des Nutzers oder die seiner Freunde spielen. „Facebook wird zumÜberall-Netzwerk“, bewertete das IT-Portal Heise Online diesenSchritt.

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