[Round-up] Software AG bleibt auf Wachstumskurs: 12 Prozent mehr Gewinn erwartet

27. April 2010 | by TechFieber.de

Software AG Wachstum kursDeutschlands zweitgrößter Softwareanbieter, die Darmstädter Software AG, bleibt auf Wachstumskurs. Dank einer erstarkten IT-Nachfrage hat sich das im TecDax notierte Unternehmen im ersten Quartal weiter von der Krise erholt.

Schon 2010 und damit ein Jahr früher als ursprünglich angestrebt will die Softwareschmiede die Milliardengrenze beim Umsatz knacken.

Vorstandschef Karl-Heinz Streibich bekräftigte am Dienstag seine Jahresprognose. Er peilt weiter ein Umsatzwachstum von 25 bis 30 Prozent an. Der Gewinn nach Steuern soll um 8 bis 12 Prozent steigen. Finanzvorstand Arnd Zinnhardt gab am Dienstag das Ziel aus, den Erlös bis 2014 aus eigener Kraft auf 1,4 Milliarden Euro zu steigern. Dann solle die Marge zwischen 29 und 30 Prozent liegen nach 25,8 Prozent im vergangenen Jahr, sagte Zinnhardt der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX.

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres erhöhten die Darmstädter ihren Umsatz auch dank der Übernahme des Software- und Beratungshauses IDS Scheer um 51 Prozent auf 250,3 Millionen Euro. Beim operativen Ergebnis (EBIT) erzielte das Unternehmen ein Plus von 22 Prozent auf 46,6 Millionen Euro. Unter dem Strich steigerte die Software AG den Gewinn um knapp 9 Prozent auf 28 Millionen Euro.

An der Börse sorgten die Zahlen nicht für Begeisterung. Die Aktien der Software AG rutschten am Dienstag im schwachen Marktumfeld deutlich ab. Am Mittag lagen sie mit über fünf Prozent im Minus und waren damit Schlusslicht im TecDax. Die Ergebnisse hätten der Aktie keinerlei neue Impulse gegeben, sagte Unicredit-Analyst Knut Woller.

«Unser kontinuierliches Wachstum zeigt, dass die Software AG global gut aufgestellt ist», betonte Streibich. Die Integration der IDS Scheer laufe planmäßig. Zudem habe das Unternehmen genügend laufende Geldzuflüsse, um seinen Wachstumskurs fortzusetzen. «Der hohe, nachhaltige Cashflow garantiert, dass wir über ausreichend Liquidität verfügen. Nur so lassen sich Innovationen und Wachstum auch zukünftig nachhaltig sicherstellen», betonte Zinnhardt.

Die Darmstädter sind unter anderem in den Sparten Datenmanagement (ETS), Integrationssoftware (webMethods) und Geschäftsprozessmanagement in Unternehmen und Behörden tätig. Sie hatten sich Anfang 2007 das Ziel gesteckt, den Konzernumsatz bis 2011 auf mehr als eine Milliarde Euro zu erhöhen. 2006 hatte das Unternehmen noch einen Jahresumsatz von 483 Millionen Euro erzielt.

tf/mei/dpa

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