Datenschutz? Welcher Datenschutz? Deutsche Firmen nehmen Datenschutz auf die leichte Schulter, so PWC-Studie

26. April 2010 | by TechFieber.de

Datenschutz  PWC Studie Der Datenschutz wird in deutschen Unternehmen einer Studie zufolge nicht ernst genug genommen. Vor allen Dingen mangelt es an Schulungen für die Beschäftigten. Nach Einschätzung der Unternehmensberater von PricewaterhouseCoopers (PwC) haben die Firmen die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben nur formal umgesetzt, verzichten aber weitgehend darauf, ihre Mitarbeiter zu schulen. Unachtsamkeit und Unwissenheit sind aber nach Einschätzung der betrieblichen Datenschützer die Hauptursachen für Verstöße gegen die Bestimmungen. Grundlage der Analyse ist eine Umfrage von TNS Emnid bei 230 Datenschutzbeauftragten innerhalb der 1000 größten Unternehmen im Land, wie PwC am Montag in Frankfurt mitteilte. Rund 80 Prozent der größeren Unternehmen haben eine Datenschutzrichtlinie oder eine entsprechende Betriebsvereinbarung beschlossen. Datenschutzschulungen gebe es aber nur in jedem vierten Betrieb, wie PwC berichtete. Die Datenschützer beklagten zudem eine ungenügende Ausstattung ihrer Abteilungen. Nur jedes fünfte Unternehmen leiste sich einen Vollzeit-Datenschutzbeauftragten, der zudem häufig als Einzelkämpfer zurechtkommen müsse. «Diese Unternehmen gehen ein erhebliches Risiko ein, denn das Bundesdatenschutzgesetz schreibt vor, dass die Geschäftsleitung den Datenschutzbeauftragten mit den erforderlichen Ressourcen ausstattet. Davon kann keine Rede sein, wenn ein einziger Datenschützer einen Betrieb mit mehreren tausend Mitarbeitern überwachen soll», erklärte die PwC-Partnerin und Datenschutzexpertin Birthe Görtz in einer Mitteilung.

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