Datenklau an Geldautomaten floriert: BKA warnt vor mehr als 100.000 Opfer pro Jahr

24. April 2010 | by TechFieber.de

Datenklau Geldautomat Weit über 100 000 Menschen sind im vergangenen Jahr in Deutschland Opfer von Datenklau an Geldautomaten geworden. In der Regel seien Schäden aber vereitelt worden, «weil die EC-Karten noch rechtzeitig gesperrt wurden», sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstagausgabe). 2009 seien bundesweit 960 Geldautomaten manipuliert worden, nach 809 im Jahr zuvor. Das entspricht einem Anstieg von fast 20 Prozent. «Wir schätzen den durch Einsatz gefälschter EC-Karten mit deutschen Kundendaten entstandenen Schaden auf rund 40 Millionen Euro», sagte Ziercke.

Besondere Sorge bereitet der Polizei derzeit die Manipulation von Geldautomaten im Ausland, wo immer öfter deutsche Kartendaten abgegriffen werden. Einer der Brennpunkte ist nach Aussage Zierckes das WM-Gastgeberland Südafrika. «Nach Frankreich und der Türkei werden Deutsche am häufigsten in Südafrika an Geldautomaten geprellt.» 2009 seien 1000 deutsche Karten betroffen gewesen, «insgesamt haben wir 11000 kriminelle Transaktionen mit Bezug zu Deutschland festgestellt». Der Schaden belaufe sich auf knapp zwei Millionen Euro, sagte Ziercke.

In Kapstadt oder Johannesburg etwa «wird Touristen bei der Nutzung von Automaten vermeintliche Hilfe angeboten, um in den Besitz der Karte zu kommen, die dann mit einem Handskimmer unbemerkt ausgelesen wird». Im zweiten Schritt werde die Eingabe der Geheimzahl am Automaten ausgespäht. Ziercke warnte deutsche WM-Touristen: «Hier ist größte Vorsicht angebracht».

tf/mei/ddp

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