[Business] FDP zweifelt: Milliarden-Hilfen für Griechenland tatsächlich notwendig?

24. April 2010 | by TechFieber.de

FDP Griechenland Milliarden Hilfe
Die anstehenden Milliardenhilfen für Griechenland haben in der FDP Besorgnis ausgelöst. Die Liberalen äußerten Zweifel, ob sie tatsächlich nötig sind. Finanzexperte Hermann Otto Solms sagte der «Welt am Sonntag» laut Vorabbericht, es gebe die Sorge in der Partei, dass es nicht bei einer einmaligen Hilfe an Griechenland bleibe, sondern am Ende eine dauerhafte, automatisierte Hilfe stehe. «Das aber könnten wir nicht akzeptieren. Es widerspricht auch fundamental dem Unionsvertrag», sagte Solms.

Der FDP-Politiker machte deutlich: «Bevor wir etwas beschließen, wollen wir von der Bundesregierung erst einmal ordentlich informiert werden. Klar ist aber, dass es in der Bundestagsfraktion überhaupt keine Neigung gibt, einem Europäischen Währungsfonds oder sonstigem Länderfinanzausgleich zuzustimmen.»

FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger äußerte sich ähnlich. Sie erwarte, dass es erst einmal eine Prüfung von Internationalem Wirtschaftsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission geben werde. «Es muss geklärt werden: Ist das wirklich eine Situation, die dringend Hilfen erfordert?» Nur wenn dies der Fall sei, könne man tatsächlich über Hilfen sprechen.

Unabhängig vom Fall Griechenland müssten die Euro-Länder zudem klären, mit welchen Instrumenten sie künftig auf solche Situationen reagierten, sagte Homburger weiter. Dazu müsse auch das Statistikamt Eurostat mit mehr Befugnissen ausgestattet werden.

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Comment (1)

  1. ebook-blog says:

    Jetzt habe ich gerade den Presseclub im TV gesehen. Das mit Griechenland ist ja für uns ein Fass ohne Boden. Da müssen die nächsten Jahre hunderte von Milliarden fällig. Warum eigentlich. Griechenland soll den Euro verlassen und dann auf die Füsse kommen. Ich glaube nach der NRW Wahl wird es richtig heftig für uns.

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