[Business] DIW-Chef Zimmermann ist für Ende von Kurzarbeit und Konjunktur-Programmen

24. April 2010 | by TechFieber.de

DIW Kurzarbeit KonjunkturDer Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, fordert den Ausstieg aus den Konjunkturprogrammen. «Das gilt auch für das Kurzarbeiterprogramm, denn staatliche Hilfen bremsen die Bereitschaft, sich schnell an die neuen Marktbedingungen anzupassen», sagte er der Zeitung «Thüringer Allgemeine» (Samstagausgabe). Die Konjunkturpakete hätten ohnehin nicht wesentlich zum Überwinden der Krise beigetragen. Wichtig sei aber gewesen, dass die von den Exporteinbrüchen betroffenen Branchen mit dem Instrument der Kurzarbeit unterstützt wurden.

Zimmermann widersprach zudem der Hoffnung von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), 130 000 Arbeitsplätze durch Steuersenkungen schaffen zu können. Da sich Abgabensenkungen nur zu einem Teil refinanzieren könnten, seien sie für den Haushalt nicht zumutbar, sagte er. Auch würden die von Brüderle veranschlagten 16 Milliarden Euro nicht ausreichen. Die Umsetzung des neuen 5-Stufenprogramms würde vielmehr fast 40 Milliarden kosten, sagte der DIW-Präsident.

Jeder einzelne der versprochenen 130 000 Arbeitsplätze würde dann Hunderttausende Euro kosten.

tf/mei/ddp

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