Schmiergeld-Affäre: Ex-Siemens-Vorstand Thomas G. angeklagt

22. April 2010 | by TechFieber.de

Schmiergeld Affäre Siemens vorstandIn der Schmiergeldaffäre beim Technologiekonzern Siemens hat die Staatsanwaltschaft München I Anklage gegen den früheren Konzernvorstand Thomas G. erhoben. Dem 49-Jährigen werden Beihilfe zur Bestechung, Steuerhinterziehung und vorsätzliche Verletzung der Aufsichtspflicht vorgeworfen, wie das Oberlandesgericht München am Donnerstag mitteilte. Die Entscheidung über die Eröffnung der Hauptverhandlung steht noch aus.

G. soll seit Juli 2003 gewusst haben, dass der verurteilte Verwalter der schwarzen Kassen, Reinhard S., über Wege verfügte, an der offiziellen Buchhaltung vorbei Finanzmittel in erheblichem Umfang abzuzweigen. Er soll das System der schwarzen Kassen geduldet und unterstützt haben, durch das rund 30,6 Millionen Euro der Kontrolle der Siemens AG entzogen worden seien. Ab Oktober des gleichen Jahres soll er auch von illegal gezahlten Provisionen gewusst haben.

Das Unternehmen hatte Ende Januar gegen G. und einen weiteren Vorstand Klage auf Schadensersatz eingereicht. Der Münchener DAX-Konzern fordert von ihm fünf Millionen Euro.

Der erste Strafprozess um die Schmiergeldaffäre bei Siemens hatte 2008 mit einer zweijährigen Bewährungsstrafe für Reinhard S. geendet. Er musste außerdem 108 000 Euro bezahlen.X

tf/mei/ddp

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