[Medien] Journalisten: Henri-Nannen-Preis für unterdrückte Reporter in Iran

22. April 2010 | by TechFieber.de

Für ihren besonderen Einsatz für die Pressefreiheit werden iranische Journalisten mit dem diesjährigen Henri Nannen Preis ausgezeichnet. Der Preis gehe an jene, die in ihrem Land schwersten Repressalien ausgesetzt seien, weil sie versuchten, wahrheitsgetreu über den Iran zu berichten, teilte der Verlag Gruner+Jahr am Donnerstag in Hamburg mit. Der in London lebende Journalist Maziar Bahari soll die Auszeichnung stellvertretend für seine Kollegen entgegennehmen. Bahari selbst sei wie viele seiner Kollegen monatelang in iranischer Isolationshaft gewesen und gefoltert worden.

Illegale Festnahmen und Entführungen von Journalisten durch Polizei und Sicherheitskräfte, staatliche Überwachung von Medien, gewaltsame Übergriffe und Misshandlungen sowie eine größer werdende Zahl von Journalisten auf der Flucht bestimmen den Angaben zufolge die derzeitige Situation der freien Presse im Iran.
Seit der umstrittenen Wiederwahl des Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im Sommer 2009 verfestige sich das Misstrauen des Regimes gegenüber Medienmitarbeitern.

Der Henri Nannen Preis wird in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben. Außer dem Einsatz für die Pressefreiheit und einem publizistischen Lebenswerk werden die besten journalistischen Arbeiten prämiert. Für den «Henri 2010» wurden 878 Bewerbungen aus 186 Print- und Onlinepublikationen eingereicht. Im vergangenen Jahr konkurrierten 948 Beiträge um den Preis.

Der mit insgesamt 35 000 Euro dotierte Henri Nannen Preis wird am 7. Mai im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg vom Verlag Gruner+Jahr und dem Magazin «Stern» vergeben.

tf/mei/ddp

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