
Ein Fremder. Mit Maske. Klick. Noch ein Fremder. Schlaftrunken. Klick. So geht es weiter im Internet-Video-Portal «Chatroulette» – der zur Zeit wohl am meisten diskutierten Seite im Netz. Inzwischen aber sind Jugendschützer auf das noch unkontrollierte Treiben aufmerksam geworden und melden Bedenken an.
«Nach bisherigen Beobachtungen ist die Seite für Kinder und Jugendliche ungeeignet», sagt Thomas Günter von «Jugendschutz.net», einer Organisation, die unter anderem mit dem Familienministerium zusammenarbeitet. «Chatroulette» sei aus Sicht des Jugendschutzes problematisch, weil dort auch jugendgefährdende Inhalte wie Pornografie oder Rechtsextremismus gezeigt würden.
Das Prinzip von «Chatroulette.com» ist einfach: Eine sehr schlichte Website verbindet Unbekannte per Zufallsgenerator rund um den Globus. Völlig Fremde können sich plötzlich mit Hilfe von Webcam und Mikrofon sehen und hören. Wer nicht gefällt, wird mit der Taste F9 weggedrückt. Die Teilnahme ist kostenlos, unverbindlich und anonym: Man muss sich weder anmelden noch registrieren.
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