Fehlstart von „Google Buzz“: Google bessert Datenschutz beim Twitter Klon nach

15. Februar 2010 | by Alex Reiger

google buzz handy mobile

„Buzzt scho“, sagt man gerne im süddeutschen Raum, wenn eine Sache richtig gut oder zumindest in bester Ordnung ist.

Im Fall des quasi gleichnamigen neuen Kurznachrichten-Dienstes von Google ist jedoch ganz genau das Gegenteil der Fall. „Nix buzzt“, beim Google-Abklatsch des florierenden MikroNews-Dienstes Twitter, um es nochmal auf Bayrisch oder Schwäbisch auszudrücken.

Denn Google hat mit dem letzte Woche gelaunchten Dienst „Buzz“ einen bösen Fehlstart hingelegt – und muss nun schon zum dritten Mal binnen weniger Tage nachbesser. Die Branche reibt sich angesichts des Desaters der dauerbwegten „Googler“ vor Spott die Hände.
Nachdem es von verschiedensten Seiten herbe Kritik an den Datenschutzbestimmungen von „Google Buzz“ hagelte, hat der Web-Riese aus dem kalifornischen Mountain View nun Gebutsfehler von „Buzz“ eingeräumt: «Wir entschuldigen uns für die Sorgen, die wir verursacht haben», schrieb der verantwortliche Manager am Wochenende in einem Google-Blog. «Buzz» ist eine Mischung aus Twitter und Facebook, mit der Nutzer kurze Meldungen samt Fotos, Videos und Links veröffentlichen können. Der Dienst ist seit vergangener Woche verfügbar.

«Buzz» ist in das E-Mail-Postfach des Nutzers bei dem Unternehmen eingebunden. Die Kritik hatte sich hauptsächlich daran entzündet, dass Google Kontakte, mit denen sich Nutzer besonders häufig per E-Mail und Chat austauschen, automatisch den «Freunden» in «Buzz» hinzufügt. Künftig übernimmt «Buzz» die Kontakte nicht automatisch, sondern schlägt sie lediglich vor. Die Änderungen sollen «in den nächsten paar Tagen» umgesetzt werden.

Google hatte bereits wenige Tage nach dem Start erste Änderungen an «Buzz» vorgenommen. Anfangs konnte praktisch alle Welt sehen, mit wem Nutzer in Kontakt standen. Nach heftiger Kritik erleichterte Google es, diese Option auszuschalten.

Mit «Buzz» geht der Technologiekonzern auf den Trend zu schnellen Kurzmitteilungen ein, der die Kommunikation im Internet immer stärker prägt. So können Mitglieder des weltweit größten sozialen Netzwerks Facebook ihre Kontakte mit «Updates» genauso auf dem Laufenden halten wie Nutzer des populären Kurzmeldungsdienstes Twitter.
tf/mei/ddp
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