[Fernsehen 2.0] HDTV: Gestochen scharfer Empfang – leider noch mit kleinen technischen Hürden

HDTV fernseher Empfang

Nach den großen Privatsendern starten ARD und ZDF mit Beginn der Olympischen Winterspiele im kanadischen Vancouver den Regelbetrieb des hochauflösenden Fernsehens HDTV (High Definition Television). Gestochen scharfe Bilder kann aber nur empfangen, wer die richtige technische Ausrüstung besitzt. In ihrer aktuellen Ausgabe hat die Fachzeitschrift «Audio Video Foto Bild» (3/2010) alle derzeit verfügbaren Fernseher und Receiver zusammengestellt.

In die Röhre schaut, wessen Fernseher nicht ein «HD-ready»-Logo trägt. Voraussetzung ist auch ein HD-fähiger Receiver, der manchmal bereits im TV-Gerät integriert ist. Das laut Bericht derzeit günstigste dieser Geräte ist der Samsung «B430», der je nach Bildschirmdiagonale (65 bis 127 cm) zwischen 549 und 1099 Euro kostet. Wer tief in die Tasche greifen möchte, leistet sich den Loewe «Individual Compose LCD» mit einer Diagonalen von 132 Zentimetern für 7080 Euro.

Bei den Empfangswegen ist Einheitlichkeit längst nicht in Sicht. Prinzipiell gilt: Der HDTV-Empfang ist per Satellit, Internet und digitalem Kabelfernsehen, nicht aber über Antenne per DVB-T möglich, wie «Audio Video Foto Bild» schreibt. Doch während etwa ARD und ZDF ihr HD-Programm parallel zur herkömmlichen Ausstrahlung ins Kabelnetz einspeisten, seien die HD-Varianten von beispielsweise ProSieben, Sat.1, Vox, RTL und Kabel eins nach zwölf kostenfreien Monaten nur gegen eine Jahresgebühr von rund 50 Euro über Satellit oder einen «Kabelkiosk» zu empfangen.

Zudem verschlüsselten die großen Privaten ihr HD-Programm. Für den Satelliten-Empfang mache das jeweils spezielle «HD+»-Receiver notwendig. Als ärgerlich wird kritisiert, dass Receiver mit Aufnahmefunktion sich nur eingeschränkt nutzen ließen. Die Sender könnten festlegen, welche Sendungen aufgenommen werden dürfen. Auch das Überspringen von Werbung lasse sich sperren.

Bei HDTV (High Definition Television) handelt es sich um eine Fernsehtechnologie, die sich gegenüber dem herkömmlichen SDTV (Standard Definition Television) durch eine höhere optische Auflösung des übertragenen Bildes auszeichnet.

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One Response

  1. akademiker 12. Februar 2010

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