[TechFieber-Test] Dell Vostro V 13

31. Januar 2010 | by Fritz Effenberger

Wir haben uns das Dell Vostro V 13 mal genauer angesehen. Warum genau dieses Notebook? Ich erklärs mal so: Die für mich interessanteste Entwicklung im Mobile Computing sind nicht die Tablets wie das neue Apple iPad, diese Geräteklasse wird sich erst gegen Jahresende so richtig breit machen, sondern die CULV-Notebooks.

Was heute Consumer Ultra Low Voltage (CULV) heisst, lief vor wenigen Jahren noch unter Subnotebook und war furchtbar teuer. Durch die „Erfindung“ der Netbooks und deren ungeheure Beliebtheit entstand ein neues Billigsegment, unterhalb der typischen Notebookpreise. Dazu konnten wir erleben, wie wenig Technik eigentlich genügt, um die wichtigsten Anwendungen, nämlich Email, Internet, Text, ein wenig Video, zu bekommen.

Was wir kurz danach erleben konnten: So richtig befriedigend sind die echten Netbooks ja nicht. Die können schon verdammt wenig. Ein klein wenig mehr Rechen- und Bildschirmleistung wäre dann doch ganz nett. Darauf haben die Hersteller reagiert und eine Zwischenkonfektionsgrösse ins Angebot genommen, mit „richtigen“ Notebookprozessoren statt des Sparprozessors Atom und einem Bildschirm, der zumindest „kleines“ HD (720) kann.

Ein ganz typischer, und noch dazu gut gelungener Vertreter dieser neuen „kleinen“ Notebookklasse ist das V13. Auf den ersten Blick erinnert es mehr an ein Adamo Luxusbook: Sehr flaches, schlichtes Metallgehäuse, in unserem Fall in mattem Alu, das erheblich pflegeleichter und fingertapper-unempfindlicher ist als der heute so verbreitete, blöde Klavierlack. Mit anderthalb Kilo Lebendgewicht und den gerundeten Abmessungen von 33 mal 23 mal 2 Zentimetern sehr rumtrage-freundlich, und fasst sich ausgesprochen kompakt an. Echtes Lob für die Tastatur: Die nimmt nämlich die gesamte Breite ein, hat also „grosse“ Notebooktasten und keine „kleinen“ Netbooktippflächen. Der Anschlag ist eher „klicky“ und nicht übersensitiv gehalten.

Wie der Name andeutet, mit 13,3-Zoll-Bildschirmdiagonale (LEDbacklit), für 1366 × 768 Pünktchen, also „einfaches“ HD. Nett vom Display: Es spiegelt nicht. Die Anschlüsse sind vollständig, aber nicht üppig: Gerade mal 2 USB-Ports reichen eben so für das Nötigste. Aber dafür gibt’s ja USB-Hubs.

Unter der Haube des Testexemplars ein eher ökonomischer Core 2 Solo mit 1,4 Ghz, unterstützt von reichlich durchschnittlichen 2 GB RAM (DDR3, 1066 Mhz). Trotzdem „fühlt“ sich der Kleine alles andere als träge an. Ach so, ist ja kein Vista mehr drauf, sondern Windows 7. Alles in allem: Erfreulich.

Was das V13 nicht ist: Es ist kein Multimedia-Notebook. Kein CD/DVD-Laufwerk, ein Single-Core-Prozessor, nur ein Intel 4500MHD Grafikchip: So macht weder Gaming noch vollformatiges Filmekucken Spass. Macht nichts, das V13 ist ja auch ein Arbeitsgerät. Ein Businessnotebook. Office schafft der Kleinrechner spielend, Kommunikation ist mit Webcam, Mikrofon, VGA-Ausgang, Wlan bis 802.11n und optionalem UMTS-Modul ungebremst möglich.

Der Preis von 623,56 € einschliesslich Mwst und Versand (und ohne irgendwelche Aktionsrabatte) ist völlig in Ordnung, wenn man die solide Verarbeitungsqualität betrachtet: Das Ding hält ne Weile. Unternehmen mögen so was besonders. Und da passt es auch hin; die feminine Eleganz eines Macbooks erreicht das V13 nicht. Eher die mittlere Management-Ebene.

Anders formuliert: Für mich ist ein „multimediafähiges“ 15-Zöllerbook mit optischem Laufwerk zwar interessanter, aber gegen ein typisches Netbook gewinnt das V13 dennoch um Längen. Und strassencafetauglich ist es allemal, wie das Pic unten  zeigt.

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Kommentare (4)

  1. JayRS says:

    […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von JayRS, Sabine Felber erwähnt. Sabine Felber sagte: Wie das #Vostro V13 von Dell bei TechFieber ankam, liest man hier: http://ow.ly/12upr […]

  2. […] ein Zwillingsgeschwister des von uns neulich getesteten Dell Vostro V13, ist das Latitude 13 genau so dünn, leicht und kühl im Design. Dazu kommen vorinstallierte […]

  3. […] als Bollwerk des Intel-tums. Jetzt ist der kleine, schicke Subnote-Klappcomputer (siehe auch den Techfieber-Test des Schwestergeräts Vostro V 13) in Singapur mir AMD-Bestückung aufgetaucht; genauer gesagt mit […]

  4. […] Dell updatet sein kleines Businessmodell zum V130 (den Vorgänger V13 hatten wir im Januar getestet). Für scharf kalkulierte 479 Euro netto oder 570 brutto gibt es einen kräftigen Intelprozessor, […]

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