Software-Riese macht Mut: SAP rechnet mit Umsatz- und Gewinn-Plus für 2010

27. Januar 2010 | by TechFieber.de

sap hasso plattner sapphire
Gute Nachrichten aus dem beschaulichen Walldorf in Baden für die gebeutelte Tech-Wirtschaft. SAP, seines Zeichens größter Softwarehersteller in Europa, soll eigenem Bekunden nach in diesem Jahr nach einem verhagelten 2009 wieder deutlich wachsen können. Unterm Strich hat man sich einiges vorgenommen und will gemäß SAP-Finanzvorstand Werner Brandt nicht nur den Umsatz, sondern auch den Gewinn signifikant ausbauen können.

Nach den Umsatzrückgängen des vergangenen Jahres wegen des weltweitenKonjunktureinbruchs solle der Produktumsatz währungsbereinigt um vier bis achtProzent zulegen, teilte SAP am Mittwoch mit. Auch beim Gewinn will sich SAP verbessern und die operative Marge von zuletzt 27,4 Prozent auf 30 bis 31Prozent heraufschrauben.

SAP hatte sich bereits zu Beginn der Krise drastische Sparmaßnahmen verordnet. „Unsere ursprünglichen Erwartungen haben wir sogar übertreffen können“, sagte Finanzvorstand Werner Brandt. „Für 2010 werden wir weiterhin konsequent unsere Kosten kontrollieren und dabei ein starkes Augenmerk auf das weitere Wachstum der Marge legen“. Konzernchef Leo Apotheker rief aber noch nicht das Ende der Flaute aus. „Neben der Margensteigerung möchten wir im Jahr 2010 wieder zu Umsatzwachstum zurückkehren, obwohl das Marktumfeld weiterhin angespannt ist und die Unsicherheit bei den Kunden nach wie vor andauert.“

Im vergangenen Jahr war bei SAP der operative Gewinn von 3,3 auf 2,9 Milliarden Euro eingebrochen. Unterm Strich fiel der Gewinn von 2,2 auf 2,0 Milliarden Euro. Im wichtigen vierten Quartal zwischen Oktober und EndeDezember, in dem Unternehmen ihre IT-Budgets ausschöpfen, sank der operativeGewinn von 1,37 auf 1,12 Milliarden Euro. Unterm Strich fiel der Überschuss von 900 auf 776 Millionen Euro.

IM 4. QUARTAL BEREITS WIEDER AUFWIND IN ASIEN-PAZIFIK

Den stärksten Einbruch verzeichnete SAP in seinen Stammmärkten. Die Leitkennziffer SSRS sackte in der Region Europa/Afrika/Naher Osten um acht Prozent. Vor Wechselkursveränderungen schrumpfte das Geschäft noch um siebenProzent. In der Region Amerika, wo SAP einen erheblich geringeren Marktanteil hat, ging der SSRS um vier Prozent zurück. In diesen Märkten waren die Ausgabenvon Unternehmen für Software nach dem Zusammenbruch der Investmentbank LehmanBrothers schlagartig zum Stillstand gekommen. Die Investitionsfreude kommt erst langsam wieder in Fahrt. Im asiatisch-pazifischen Raum, der sich von der Konjunkturkrise schneller erholt als der Westen, stieg der SSRS-Umsatz indes um sechs Prozent – vor Währungseffekten noch um fünf Prozent. Damit konnte SAP hier den Einbruch der vorangegangen Quartale teilweise wieder wettmachen.

[Photo SAP-Gründer Hasso Plattner / SAP]

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