„New York Times“ startet mit Pay-Content: Einzelne Artikel nur noch gegen Geld zu haben

21. Januar 2010 | by TechFieber.de

nyt newyorktimes internet

Die gute alte Tante des US-Journalismus macht Ernst mit Paid Content: Die „New York Times“ wandelt einzelne Artikel in Bezahl-Inhalte um – gestartet wird 2011 mit einem eigenen Bezahlsystem. Die Entscheidung von „Times“-Verleger Arthur Sulzberger ist richtungsweisend für die gesamte Branche, die vor massiven Umbrüchen steht.

Dieser Schachzug der „NYT“ sei nichts anderes als „eine Frage des Überlebens“, analysiert heute morgen der Berliner „Tagesspiegel“.

Am Montag hatte zunächst das „New York Magazine” berichtet, dass die liberale Renommier-Zeitung aus der Welthauptstadt künftig im Netz nur noch gegen Bares zu erreichen sein wird.

Beobachter deuten dies insbesondere auch als eindeutiges Zeichen dafür, dass sich das Blatt auf einen Launch des seit Wochen mit Spannung erwarteten Tablet-Computers von Apple vorbereitet. Hartnäckigen Gerüchten zufolge soll der “iSlate” genannte Flachmann-Touchscreen-Computer von Apple am 27. Januar präsentiert werden – und Apple soll ja auch seit Wochen mit Verlagen in Gesprächen über Content-Deals für den Tablet-Hoffnungsträger sein, was eine Kooperation der “Times” und Apple, die sich seit Jahren verbunden geben, umso wahrscheinlicher macht.

Seit einem gutem Jahr zankt man bei der “New York Times” intern darüber, ob und vor allem wie man ein Pay-Modell für die Internet-Ausgabe Nytimes.com, die monatlich um die 20 Millionen Leser (Unique Readers) in aller Welt zählt, realisieren soll.

Den Insiderquellen nach soll man derzeit ein Bezahl-Modell (”metered system”) nach Vorbild der britischen “Financial Times” favorisieren, demnach die Zahl der monatlich pro Nutzer frei abrufbaren Inhalte von der Webseite der Zeitung begrenzt ist – wodurch regelmäßige Nutzer zu zahlende Abonnenten gemacht werden sollen.

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