Google-Hack: USA fordert Aufklärung von chinesischer Regierung

20. Januar 2010 | by TechFieber.de

Der China-Kracher ist noch immer nicht entschärft – und mausert sich mehr und mehr zum Politikum. Die Rede ist von der Hacker-Attacke auf den kalifornischen Internet- und Suchmaschinen-Riesen Google durch chinesische Cyberkriminelle.

Die Vereinigten Staaten erwarten jetzt von der chinesischen Regierung eine weitergehende Aufklärung der Hacker-Angriffe auf den Silicon-Valley-Web-Riesen Google<GOOG.NAS> <GGQ1.ETR>. Die US-Botschaft in Peking verwies am Mittwoch aufÄußerungen des US-Außenstaatssekretärs für Ostasien, Kurt Campbell, dass die USAdie Sache „sehr ernst“ nähmen. Es habe zahlreiche Treffen zwischen derUS-Regierung und chinesischen Behörden in der Sache gegeben. „Es ist jetzt klar,dass China die Anschuldigungen von Google bestreitet, aber wir glauben, dass dieChinesen in der besten Position sind, das zu erklären – und wir fordern vonihnen eine Erklärung.“ Nach Angaben von Google stammten die raffiniertenHacker-Angriffe aus China.

In einem Hinweis auf die darüber hinausgehende Auseinandersetzung überZensur im chinesischen Internet verwies Campbell darauf, dass US-PräsidentBarack Obama bei seinem Besuch in China hervorgehoben habe, „dass dieMeinungsfreiheit im Internet, darunter der freie und offene Zugang zum Netz, einuniverselles Recht ist, dass allen Menschen zur Verfügung stehen müsse, egal obsie in den USA, in China oder in einer anderen Nation sind“.

Der Hacker-Angriff hatte Google veranlasst, sein China-Engagement auf denPrüfstand zu stellen. So will der Internetkonzern seine Suchergebnisse in Chinakünftig nicht mehr selber zensieren, auch wenn er sich dafür aus demWachstumsmarkt zurückziehen muss. China hatte betont, es könne für Google „keineAusnahme“ von der Zensur geben. Staatssekretär Campbell sagte zurInternetfreiheit: „Die Möglichkeit, mit Zuversicht im Internet zu operieren, istentscheidend in einer modernen Gesellschaft und Wirtschaft.“

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