Lotus Notes ade: Microsoft macht IBM Unternehmenskunden abspenstig

19. Januar 2010 | by Alex Reiger

IBM Lotus Microsoft

Big Blue vs. Redmond: IBM verliert mehr und mehr Business-Kunden an den Rivalen Microsoft. Einer umfasssenden Open-Source-Initiative und einer Neuauflage des E-Mail- und Kommunikationsprogramm-Klassikers „Lotus Notes“ zum Trotz wirbt der Konzern aus Redmond seinem Konkurrenten IBM erfolgreich Kunden ab.

Eigenangaben von Microsoft zufolge sind über 1,1 Millionen Anwender in den letzten drei Jahren allein in Deutschland von der IBM-Anwendung „Lotus Notes“ auf eine Microsoft-Anwendung umgestiegen. Zu den Neukunden zählten unter anderem prominente Großkunden wie die Allianz, Douglas Holding oder der Mobilfunkbetreiber E-Plus.

„Vor allem im gehobenen Mittelstand und bei Großkunden verzeichnen wir aktuell eine große Nachfrage“, sagte Marcel Schneider, Geschäftsführer vonMicrosoft Deutschland. In diesem Segment habe das Unternehmen seinen Marktanteil  deutlich ausbauen können.

Vor wenigen Monaten hatte IBM mit einer überarbeiteten Version seines auf dem freien Betriebssystem Linux basierenden Programmpakets Lotus Symphony die Rivalität erneut angeheizt. Seit Oktober wird Lotus Symphony allen Microsoft-Kunden kostenlos als Alternative angeboten.

IBM setzt darauf, dass Unternehmen in der Krise versuchen, mit OpenSource-Software die Kosten gering zuhalten. Microsoft hält dagegen, Unternehmen könnten mit leistungsfähiger und effizienterer Software Kosten in Millionenhöhe sparen.

Interessantes Detail am Rande: Auch IBM-Mitarbeiter nutzen (bzw. nutzten) bevorzugt die Micosoft-E-Mail-Software „Outlook“ samt dem Bürosoftware-Paket „MS Office“ – bis im vergangenen Herbst die IBM-Führung per interner Anweisung erlassen hat, dass die gut 360.000 IBM-Mitarbeiter statt der Redmonder „Office Suite“ nur noch die die hauseigene Software „Lotus Symphony“ benutzen sollen.

Immerhin hat IBM letzte Woche ebenfalls einen Punktsieg in der Geschäftskunden-Welt errungen: „Big Blue“ konnte sein bisher größtes Geschäft im Bereich „Software as a Service“ (SaaS) vermelden: IBM hat den japanischen Unterhaltungselektronik-Riesen Panasonic davon überzeugt, seine rund 380.000 Mitarbeiter schrittweise auf das Internet-basierte E-Mail-Programm LotusLive umzustellen.

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Kommentare (2)

  1. Mike Hoernke says:

    […] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Mike Hoernke erwähnt. Mike Hoernke sagte: Lotus Notes adé: Microsoft macht IBM Unternehmenskunden abspenstig: Redmond: IBM verliert mehr und mehr Busi… http://tinyurl.com/ydnhfw9 […]

  2. Anster says:

    Zitat aus dem Artikel: „Interessantes Detail am Rande: Auch IBM-Mitarbeiter nutzen (bzw. nutzten) bevorzugt die Micosoft-E-Mail-Software “Outlook” samt dem Bürosoftware-Paket “MS Office” – bis im vergangenen Herbst die IBM-Führung per interner Anweisung erlassen hat, dass die gut 360.000 IBM-Mitarbeiter statt der Redmonder “Office Suite” nur noch die die hauseigene Software “Lotus Symphony” benutzen sollen.“

    Was bitte schön hat die Office Suite und Lotus Symphony mit dem Mail Client zu tun?
    Das sind doch zwei verschiedene Dinge!!!

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