Picowatt Smart Meter von Tenrehte überwacht Stromverbrauch via WLAN

17. Januar 2010 | by Alex Reiger

Tenrehte PICOwatt  Green CES 2010 Stromstecker smart grid

Die amerikanische Firma Tenrehte Technologies hat bei der CES in Las Vegas vergangene Woche einen ganz besonders smarten Stromstecker mit WLAN-Verbindung präsentiert, der den Namen Picowatt trägt und erfasste Strom-Verbrauchs-Messdaten an eine zentrale Stelle sendet und somit auf einfache Weise ein intelligentes Stromnetz, ein sogenanntes „Smart Grid“, realisieren kann.

Das kleine Picowatt-Gerät wird einfach zwischen einen Verbraucher, sprich stromfressendes Gadget, und die Steckdose geschaltet und überwacht damit, wie viel Strom das angeschlossene Tech-Gerät verbraucht. Die entsprechenden Verbrauchswerte bzw. -Daten können Nutzer über ihre PCs (oder Smartphones) im Internet aufrufen und kontrollieren.

Außerdem clever am Picowatt: Der „smarte Stecker“ kann wie ein Schalter für alle möglichen Elektrogeräte genutzt werden und angeschlossene Geräte steuern. So kann Picowatt etwa via Zeitschaltfunktion stromfressende Geräte wie Waschmaschinen oder Trockner anstellen, wenn der Strom ganz besonders günstig ist (beispielsweise bei Nachtstrom).

Zunächst will Hersteller Tenrehte den Picowatt-Stecker im Frühjahr in den Staaten auf den Markt bringen (Preis 79 US-Dollar), wo das Unternehmen derzeit auch Partnerschaften mit Stromversorgern abschließt.

Wann das Gerät nach Europa kommen wird, ist noch unklar.

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Comment (1)

  1. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum dieser Picowatt Smart Meter für derart viel Medienwirbel, gerade in Deutschland sorgt. Ähnliche Produkte gibt es im deutschen Markt schon und diese stehen auch bereits kurz vor der Markteinführung.
    Außerdem ist das Beispiel mit der Waschmaschine und dem günstigen Nachtstrom irgendwie unpassend: Nachbarn von mir beschweren sich bereits, wenn ich diese Geräte tagsüber in der Wohnung laufen lasse – wie soll es dann erst werden, wenn ich diese nachts anstelle um 5 Cent Strom zu sparen?
    Ich denke, der Sinn des Smart Grids und von Smart Metering geht weit über technische Haushaltsgeräte hinaus. Wir sollten alle aufpassen, dass sich das Bild mit der Waschmaschine nicht zu sehr in den Köpfen festsetzt. Denn, wenn man es hinterfragt, wird der Nutzen für den Einzelnen kaum nachvollziehbar.

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