[Feature] Mobiles Web: Surfen per Handy wird immer schneller – und günstiger

15. Januar 2010 | by Alex Reiger

mädchen handy mobiles web

Unterwegs mit dem Handy mal schnell ins Internet zu gehen, ist mittlerweile kein Problem mehr. «Das funktioniert eigentlich mit allen aktuellen Geräten», sagt Rafaela Möhl vom Telekommunikationsportal teltarif.de. Mehr und mehr Angebote gibt es speziell für die kleinen Handy-Bildschirme. Die normalen sogenannten Barrentelefone mit kleinem Display sind dafür allerdings weniger zu empfehlen als die Smartphones mit ihren größeren Touchscreens.

Auch mit dem Laptop kann man sich über das Mobilfunknetz ins Internet einwählen. Sinn macht das dort, wo weder ein DSL-Anschluss noch WLAN zur Verfügung stehen. So ist man auch unterwegs sehr flexibel. «Um mit dem Laptop per Mobilfunk ins Netz zu kommen, braucht man spezielle UMTS-Sticks, in die man die SIM-Karte mit einem Datentarif einlegt», sagt Möhl. Der Stick wird in den USB-Anschluss des Laptops oder des Netbooks eingesteckt. Nutzer können aber auch das Handy per Kabel oder drahtlos per Bluetooth mit dem Laptop verbinden und es so als Modem verwenden. WLAN-Hotspots sind eine weitere Möglichkeit, unterwegs mit dem Laptop das Internet zu nutzen. Das könne aber teuer werden, warnt Möhl.

Die Preise für den mobilen Internetzugang sind in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Zahlten Nutzer vor Jahren bei Downloads noch mehrere Euro pro Megabyte, ist die gleiche Datenmenge mittlerweile für 24 Cent zu haben. Aber Vorsicht: Vor dem Surfen sollte man überprüfen, welchen Tarif man hat. «Hohe Preise gibt es auch heute noch, und das leider nicht nur in alten Tarifen, sondern zum Teil auch in aktuell angebotenen», sagt Möhl.

Vor dem Surfen mit dem Handy sollten Verbraucher außerdem prüfen, ob die Verträge eine Mindestlaufzeit haben. Auch eine Bereitstellungsgebühr kann ein vermeintlich günstiges Angebot verteuern. Schließlich sollte man die Gebühren pro Gespräch vergleichen, denn mit dem Abschluss eines Vertrags fürs mobile Internet bindet man sich an diesen Anbieter auch fürs Telefonieren.

Welcher Tarif individuell günstig ist, kommt auf das jeweilige Nutzungsverhalten an. Neben Volumentarifen gibt es auch für den mobilen Internetzugang eine Flatrate. «Wer regelmäßig viel surft oder beispielsweise mit dem Laptop Filme herunterlädt, sollte eher eine Flatrate wähle», sagt Möhl. Günstige Angebote ohne Beschränkung der Datenmenge seien ab 15 Euro im Monat zu haben.

Ein Kompromiss ist die Tagesflatrate, die man für bestimmte Tage zum Preis von rund zwei Euro buchen kann. «Das ist sinnvoll, wenn man weiß, dass man das Netz an vier, fünf Tagen im Monat intensiv nutzen wird», sagt die Expertin.

Geld sparen lässt sich auch mit dem richtigen Surfverhalten. Die zu übertragenden Datenmengen reduziert der Nutzer, indem er auf speziell für das Handy optimierten Internetseiten surft. Sie beschränken sich auf die wichtigsten Informationen und haben keine großen Bilder. Auch seine Mails sollte man nicht über die voluminösen Webseiten der Freemailanbieter abrufen, sondern unter dem «Nachrichten»-Eingang des Mobiltelefons ein Postfach wie etwa bei Outlook anlegen.

Auch im Menüpunkt «Einstellungen» der Handys finden sich meist Optionen, mit denen die Kosten gesenkt werden können. So empfiehlt es sich, beim Abrufen von E-Mail-Nachrichten auf die teils großen Anhänge zu verzichten. Dazu müssten Nutzer die Auswahl «Nur Header anzeigen» aktivieren, erläutert Möhl. Damit werde erst einmal nur die Betreffzeile einer Mail aufs Handy geladen. Die Option «automatischer Download» sollte abgeschaltet sein, sonst ruft das Handy die Mails regelmäßig ab.

[tf/mast/ddp/ photo LordFerguson via Flickr/cc]

Mehr bei TechFieber zum Thema: , , , , , ,

Antwort schreiben