Aus alt mach neu: Neue Prozessoren zum PC-Aufrüsten schon für 100 Euro

15. Januar 2010 | by TechFieber.de

Processor Pins von huangjiahui.

Wenn der Rechner wieder einmal zu lange braucht, um die Diashow der Urlaubsfotos zu erstellen oder einen Film zu schneiden, denken viele Nutzer über das Aufrüsten des PC nach. Eine der wichtigsten Komponenten ist dabei der Prozessor. Die CPU-Preise sind in den vergangenen Wochen deutlich gefallen. Prozessoren mit vier Kernen kosten derzeit teilweise deutlich unter 100 Euro. Doch die Chips funktionieren immer nur mit bestimmten Chipsätzen und Speichertypen.

In einem Test der Zeitschrift «PC Welt» (Ausgabe 2/2010) von zehn aktuellen Prozessoren bis 200 Euro erhielt der Intel Core i5-750 (Preis 160 Euro) die besten Noten. Dem Vierkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 2,7 Gigahertz bescheinigten die Tester ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Diese CPU setzt allerdings eine P55-Platine und Speicher vom Typ DDR3 voraus.

Dagegen eignen sich die Modelle vom Konkurrenten AMD aufgrund kompatibler Steckplätze besser für das Nachrüsten eines PC, wie die Zeitschrift berichtet. Der AMD Phenom II X4 940 BE (130 Euro) funktioniert beispielsweise auch in einem PC, der mit einer etwas älteren Hauptplatine vom Typ AM2+ ausgestattet ist. Ein neues Motherboard ist in diesem Fall nicht nötig.

Auf Platz zwei des Tests landete der AMD Phenom II X4 965 BE (150 Euro). Der mit 3,4 Gigahertz getaktete Vierkern-Prozessor ist schnell genug für gängige Software und wird auch von CAD-Programmen nicht überstrapaziert. Einen Preis-Tipp erhielt schließlich der AMD Athlon II X4-620. Für 80 Euro erhalten Nutzer einen Vierkern-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 2,6 Gigahertz, der Büro- und Multimediaaufgaben solide meistert.

Aktuelle PC-Spiele profitieren derzeit in der Regel aber noch nicht von Modellen mit vier Rechenkernen. Sie brauchen vor allem eine leistungsstarke Grafikkarte. Zwei Kerne sind derzeit Standard. Bei wem oft mehrere Programme gleichzeitig oder zahlreiche kleine Tools im Hintergrund laufen, der sollte beim Prozessorkauf bereits jetzt zu einem Vierkern-Modell greifen.

[ddp/akl/esc] [Photo: Huang Jiahui via Flickr /cc]

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