[Datenschutzkonferenz] IT-Experten fordern mehr Daten-Sensibilität

8. Dezember 2009 | by TechFieber.de

Deutsche Unternehmen müssen ihre Mitarbeiter nach Ansicht von Experten ausreichender über die neuen Datenschutzgesetze informieren. Die Sensibilität für das Thema müsse auf allen Unternehmensebenen erhöht werden, forderten die Datenschützer anlässlich der ersten Kölner Datenschutzkonferenz des TÜV Rheinland am Dienstag. Die neuen Gesetze, die im Juli und im September in Kraft getreten seien, hätten erhebliche Veränderungen mit sich gebracht, die vielen Mitarbeitern nicht bekannt seien.

Zu den großen Datenskandalen hätten in diesem Jahr daher nicht nur vorsätzliche strafbare Handlungen geführt. Auch technische Mängel in der Verwaltung sensibler Daten sowie Fehler im Datenmanagement und menschliches Versagen seien für Datenlecks ursächlich gewesen.

In den neuen Datenschutzgesetzen gebe es Änderungen zur Zulässigkeit personalisierter Werbung, teilte der TÜV Rheinland mit. So sei bei der Nutzung von Kundendaten zu Werbezwecken nun eine Einwilligung der Betroffenen erforderlich. Dies sei aber vielen Unternehmen nicht bekannt. Auch müssten Betriebe ihre Kunden seit diesem Sommer über Datenpannen informieren.

Trotz aller bekannt gewordenen Datenpannen in diesem Jahr habe es Fortschritte beim Datenschutz gegeben, stellten die Experten laut der Mitteilung des TÜV Rheinland fest. Mit der Novellierung der Datenschutzgesetze hätten vor allem die Politiker erstmals deutlicher als bisher auf das Problem reagiert. Wie erfolgreich die Neuerungen der Gesetzgebung seien, werde allerdings erst das kommende Jahr zeigen.

Der TÜV Rheinland mit Sitz in Köln ist nach eigenen Angaben mit rund 150 IT- und Datenschutzexperten als Prüfdienstleister für Datensicherheit und Datenschutz in zahlreichen Unternehmen tätig. Zudem bildet er Datenschutzexperten aus. [tf/ddp.djn]

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